Plan hilft Kulturbummlern 

Für die Museumsnacht am 6. September gibt es jetzt Programmhefte und Tickets

Pause beim Kulturstreifzug: Vor dem Schloss Wilhelmshöhe versammelten sich im vergangenen Jahr bei der Museumsnacht viele Besucher, die die Sammlungen der Museumslandschaft Hessen Kassel erkundeten. Foto: Malmus

Kassel. Jede Menge zu erleben, aber auch viel zu verpassen gibt es bei der Kasseler Museumsnacht am Samstag, 6. September: Bei einer Fülle von 370 Einzelveranstaltungen an 44 Standorten müssen selbst die unternehmungslustigsten Kunst- und Kulturbummler Schwerpunkte setzen. Bei der Planung hilft das 80-seitige Programmheft, das ab heute erhältlich ist.

Um die 100.000 Besucher sind bei den Museumsnächten regelmäßig auf Entdeckungstour. Die speziellen NVV-Tickets, die beim Kulturbummel mobil machen und zugleich als Eintrittskarte für alle Spielorte gelten, sind ebenfalls ab heute im Vorverkauf.

Unter dem Motto „Zwischenräume“ geben Kassels Museen und Kultureinrichtungen in der Zeit von 17 bis 1 Uhr nicht nur Einblicke in ihre ständigen Sammlungen, sie präsentieren mit 51 Sonderschauen auch viel Neues und bieten dazu eine Fülle von Mitmachaktionen, Kindererlebnissen, Inszenierungen im Stadtraum, Musikdarbietungen und kulinarischen Angeboten.

Einige Schlaglichter aus der Fülle des Gesamtprogramms:

• Zur künftigen Grimm-Welt gibt es Erläuterungen und Einblicke an der Baustelle auf dem Weinberg sowie eine Informationsschau im Palais Bellevue.

• In der documenta-Halle zeigt das Kulturamt erstmals den Gesamtbestand der städtischen Artothek mit 400 einzelnen Bildern und weiteren Originalkunstwerken. Sie können ansonsten bei der Stadtbibliothek ausgeliehen werden, um für einige Wochen in private Wohnungen einzuziehen.

• Im Westpavillon der Orangerie präsentiert sich das zurzeit heimatlose Deutsche Tapetenmuseum.

• Komische Kunst aus Kassel zeigen die Caricatura im Kulturbahnhof und die Gemäldegalerie Alte Meister im Schloss Wilhelmshöhe mit einer gemeinsamen Werkschau des Karikaturisten Gerhard Glück.

• Bis Mitternacht werden nächtliche Führungen auf der Löwenburg angeboten – vom Parkplatz Ochsenallee fährt ein kleiner Shuttlebus hinauf.

• Kunststudenten und andere junge Kulturakteure bespielen unter anderem die Unterführung am Weinberg und inszenieren leere Ladenlokale im Kulturbahnhof sowie beim Königsplatz mit Lichtkunst.

• Für Kinder gibt es eine Jungforscher-Rallye durch sieben Innenstadtmuseen, unter anderem mit einem Raketenwettbewerb auf der Karlswiese.

Mit besonderen Angeboten wollen die Museumsnacht-Planer auch Kasseler mit anderen kulturellen Wurzeln ansprechen. Dafür gibt es im Fridericianum und im Schloss Wilhelmshöhe Führungen in diversen Fremdsprachen. Das Museum für Sepulkralkultur bietet Balkanmusik und türkische Speisen, im Kunsttempel gegenüber der Stadthalle kann man arabische Kalligrafiekunst und Livemusik erleben.

Kassel präsentiere sich mit der Museumsnacht als Stadt der Kultur, zu der die junge Kunstszene ebenso gehöre wie etablierte Museen, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms. Weitere Artikel

Von Axel Schwarz

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