Störendes Trafohäuschen kann entfernt werden - Bewohner wünschen Umgestaltung

Plan für Stadtteilplatz bleibt

Verschönerungsbedürftig: An der Wolfhager Straße wünschen sich die Harleshäuser einen Stadtteilplatz. Der Ersatz für das mit Klinkern verkleidete Trafohäuschen wurde bereits von den Städtischen Werken installiert (vorn rechts). Foto: Schachtschneider

Harleshausen. „Der Anfang ist gemacht. Alles andere steht in den Sternen“, sagt Reinhard Wintersperger (SPD), Ortsvorsteher von Harleshausen. Die Rede ist vom sogenannten Stadtteilplatz.

Vor dem attraktiven Gebäude, in dem sich auch das Stadtteilbüro befindet, mitten auf der erhöhten Fläche an der Wolfhager Straße/Ecke Karlshafener Straße, steht ein Trafohäuschen. Es stört den Gesamteindruck und verhindert jede Gestaltung. Dabei könnte es abgebaut werden. Die Städtischen Werke haben bereits vor fast zwei Jahren einen Ersatz dafür gebaut. Die neue Kompakt-Station befindet sich inzwischen unauffällig am Rand des Platzes.

„Aus unsrer Sicht ist es kein Problem, das alte Klinkerhäuschen zu entfernen“, sagt Ingo Pijanka von den Städtischen Werken.

Vor zwei Jahren waren die Ortsbeiratsmitlieder zuversichtlich, dass sie schon bald einen neu gestalteten Stadtteilplatz bekommen. Die Städtischen Werke hatten seinerzeit der Stadtverwaltung zugesichert, das technische Bauwerk zu entfernen, sobald der Platz umgestaltet wird. Das Entfernen des Häuschens sei durchaus mit Umständen verbunden und werde Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro verursachen, sagt Pijanka. Schließlich habe das Bauwerk ein Fundament und hinterlasse ein zünftiges Loch auf dem Platz. Da mache es Sinn und spare Kosten, wenn gleich im Anschluss Neues entstehe.

Doch das ist das Problem. Vor einem Jahr bekamen die Stadtteilvertreter die Nachricht, dass die erwarteten 240 000 Euro für die Gestaltung des Platzes aus Spargründen aus dem städtischen Haushalt gestrichen wurden. Das Regierungspräsidium als Finanzaufsicht habe den Rotstift angesetzt, hieß es.

Die Gestaltung eines Stadtteilplatzes an der Wolfhager Straße habe aber nach wie vor Priorität, sagt Wintersperger. Zahlreiche Bürger hatten sich in der Vergangenheit mit Gestaltungsideen engagiert.

Wintersperger: „In anderen Stadtteilen werden Millionen zur Verschönerung ausgegeben, warum nicht bei uns?“ Den Vorschlag von Carsten Höhre (SPD), den Platz vom Trafohäuschen zu befreien und wenigstens schon mal mit Bänken zu bestücken, wurde von der Mehrheit der Stadtteilparlamentarier abgelehnt. Man möchte keinen Kompromiss, sondern die große Lösung. Die Harleshäuser werden nicht resignieren. Der Ortsbeirat überlegt deshalb, ob er seine Dispomittel künftig in die Gestaltung des Stadtteilplatzes investiert. (chr)

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