Finanzdienstleister legt bei Erlösen und Vermittlungsvolumen zu

Finanzdienstleister Plansecur mit stabilem Ergebnis

Johannes Sczepan

Kassel. Der Finanzdienstleister Plansecur KG mit Sitz in Kassel hat sich im Geschäftsjahr 2011/12 trotz schwieriger Rahmenbedingungen in der Gewinnzone behauptet.

Geschäftsführer Johannes Sczepan sagte, der Gesamterlös sei zwar „nicht wie erwartet ausgefallen, aber wir schreiben im operativen Geschäft mehr als eine schwarze Null“.

Zu genaueren Angaben ist das Unternehmen aufgrund seiner besonderen Konstruktion nicht verpflichtet: Das Firmenkapital liegt zu 26 Prozent bei einer Stiftung des Plansecur-Gründers Klaus Dieter Trayser, die Mehrheit halten 75 von insgesamt 201 Plansecur-Beratern, die als Gesellschafter beteiligt sind. Geschäftsführer Sczepan hatte im Vorjahr das Ziel ausgegeben, die Provisionserlöse von zuletzt 19,25 Millionen auf mindestens 20 Mio. Euro zu steigern. Diese Marke wurde mit 19,9 Mio. Euro – ein Plus um gut 3 Prozent – nur knapp verfehlt.

Auch das vermittelte Neugeschäft legte leicht zu, und zwar um 3,4 Millionen auf 274,6 Millionen Euro. Sczepan äußerte sich „in Anbetracht des schwierigen Marktumfeldes“ mit den Zahlen zufrieden. Vor dem Hintergrund der unsicheren Situation im Euro-Raum hätten sich die Kunden des Finanzberatungsunternehmens „eher zurückhaltend“ verhalten. Im Tagesgeschäft stünden derzeit viele Folgeservice- und Betreuungstermine an. „Diese Vorgehensweise schafft Vertrauen und kommt uns in Zeiten wieder anziehender Märkte sicherlich zugute“, sagte Sczepan.

Das Versicherungsgeschäft war im abgelaufenen Geschäftsjahr der wichtigste Erlösträger. In dieser Sparte wurden 13,3 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 11,95 Millionen Euro). Lebens- und Rentenversicherungen inklusive Verträge zur betrieblichen Altersversorgung machten mit mehr als drei Vierteln den größten Teil der Nachfrage aus.

In der Sparte Vermögensaufbau sanken die Provisionserlöse von 5,8 Mio. auf 5,2 Mio. Euro, wobei das Geschäft mit Investmentfonds etwas stärker zurückging als jenes mit Bausparen und Baufinanzierungen.

Auslandsimmobilien gefragt

Das Geschäft mit geschlossenen Fonds und Immobilien-Teileigentum steuerte 1,4 Millionen Euro zu den Provisionserlösen bei (minus 100 000 Euro). Dabei seien deutsche Immobilienanlagen weniger als im Vorjahr nachgefragt gewesen, das Kundeninteresse habe sich zugunsten von Anlageformen im Ausland und unternehmerischen Beteiligungen verschoben.

In der Gesamtbewertung sprach Geschäftsführer Sczepan von einer stabilen Ergebnislage. Im Geschäftsjahr 2008/09, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, hatte Plansecur zum einzigen Mal in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen geschrieben und darauf mit Umstrukturierungsmaßnahmen reagiert.

Von Axel Schwarz

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