Deutschland siegt bei vorgezogenem WM-Finale mit 3:0

HNA-Tipp-Kick: Plastik-Neuer hält Sieg fest

Kassel. „Natürlich haue ich den weg“, sagt HNA-Sportredakteur Robin Lipke und stellt seinen Tipp-Kick-Spieler auf das frisch gewischte Spielfeld. Sein Gegner: Guillermo Adera, 39 Jahre, gebürtiger Argentinier.

Aderas Stärken: Schnelle Auffassungsgabe, gute Weitschüsse, überlegte Aktionen. Aber: absoluter Tipp-Kick-Neuling. Im Gegensatz zu Lipke: Erfahrener Tipp-Kicker, aggressiv und laut auf dem Plastikgrün, guter Aufbauspieler und reaktionsschnell im Tor. Anpfiff!

Wer drei Tore erzielt, gewinnt heute bei dem vorgezogenen HNA-WM-Finale. Beim Spiel Tipp-Kick gibt es einen Plastikball mit zwei Farben: Schwarz und Weiß. Beide Mannschaften entscheiden sich vor dem Spiel für eine Farbe. Rollt der Ball auf die jeweilige Farbe, zum Beispiel nach dem Schuss, ist derjenige dran. Geschossen wird mit Männchen, die aus Blei bestehen und ein bewegliches Bein haben. Das wird über ein Knöpfchen auf dem Kopf gesteuert – quasi ein Spiel mit Köpfchen. Für einen Neuling nicht ganz einfach. Aber: Keine Ausreden!

Der erste Schuss von Adera geht ins Aus. Auch bei Lipke fehlt die Präzision. Dann der erste gefährliche Versuch von Adera. Vom Strafraum zieht er ab. Lipke kann das Knöpfchen des Plastiktorwarts schnell genug drücken und pariert. „Steht ja auch Neuer drin“, sagt der 37-Jährige.

Vorgezogenes Finale: HNA-Sportredakteur Robin Lipke (links) trat auf dem Tipp-Kick-Feld gegen den in Kassel lebenden Argentinier Guillermo Adera an.

Jetzt versucht Lipke mit seinem Männchen eine neue Variante. Statt direkt vom Strafraum den Ball auf das Tor seines Gegners zu zimmern, legt er ihn behutsam in Stafraumnähe. Lipke streichelt beinahe den Kopf seines Bleimännchens. Es funktioniert: Der Ball fällt immer wieder auf die weiße Seite, also seine. Dann: Ein Schuss, doch Adera pariert. Lipke setzt aggressiv nach, schießt erneut, „Müllert“ den Ball ins Tor. Alles wie immer. „Viele Chancen auf beiden Seiten, aber Deutschland macht das Tor“, sagt Adera, der seine Frau vor Jahren in Spanien kennenlernte und zu ihr nach Kassel zog.

Der Argentinier schießt an den Pfosten. „Oooh“, platzt es aus dem Vater zweier Töchter heraus. Als sich Adera, der in Mar de Plata, in der Provinz Buenos Aires aufwuchs, mehrere Schüsse auf das Tor von Lipkes Plastik-Neuer abfeuert, setzt der Sportredakteur zu Gegenstoß an. Er kreiert eine Chance, steckt den Ball durch, kippt auf der Sechs ab, spielt auf die falsche Neun, dann auf die Wilde 13 – Lipke trifft zum 2:0. Drops gelutscht, Käse gegessen, Messe oder Messi gelesen. Argentinien erholt sich nicht mehr. Es fällt das 3:0. Shake Hands zwischen dem Sportredakteur und Physiotherapeuten nach dem Spiel.

Reporter stellen ihre Fragen: „Ich muss mich in das Spiel reinfuchsen“, sagt der Verlierer. Dem Gewinner bleibt keine Zeit zu einem gedankenversunkenen Spaziergang eines Siegers auf dem Plastikfeld. „Habe noch nen Termin“, sagt Lipke.

Rubriklistenbild: © Foto: Fischer

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