In Kassel entsteht ein neues Baugebiet

Platz für fast 100 Wohnungen zwischen Brasselsberg und Nordshausen

Hier sollen in ein paar Jahren Häuser stehen: Die Projektentwickler Norbert Itter (rechts) und Frank Dittmar auf dem Grundstück zwischen Nordshausen und Brasselsberg.
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Hier sollen in ein paar Jahren Häuser stehen: Die Projektentwickler Norbert Itter (rechts) und Frank Dittmar auf dem Grundstück zwischen Nordshausen und Brasselsberg.

Was als Idee unter zwei Nachbarn entstanden ist, soll ab Mitte 2022 Wirklichkeit werden. Die beiden Bauunternehmer Norbert Itter und Frank Dittmar haben auf der Grenze zwischen Nordshausen und Brasselsberg ein 22 000 Quadratmeter großes Grundstück erworben, um dort Wohnraum für bis zu 100 Haushalte zu schaffen.

Kassel - Es sollen auf der bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser entstehen.

Das Schwierigste bei dem Vorhaben sei der Erwerb des Grundstücks gewesen, erzählen die Entwickler. Denn die Fläche – die größtenteils auf der Gemarkung von Nords-hausen liegt – hat zuvor 18 Eigentümern gehört. Aus diesem Grund waren ähnliche Vorhaben in der Vergangenheit stets gescheitert. Inzwischen ist der Grundstückskauf abgeschlossen und die Abstimmungen mit der Stadt laufen. Im nächsten Schritt soll der Bebauungsplan offengelegt werden.

Itter und Dittmar, die beide am Brasselsberg leben, versprechen eine Entwicklung, die auf ökologische und verkehrliche Aspekte Rücksicht nehme. Eine bestehende Biotopfläche mit Baumbestand werde erhalten. Auch zu einem benachbarten Wassergraben, der das Baufeld vom Kleingartenverein Dönche trennt, würden 13 Meter Abstand gehalten. Naturschutzrechtliche Probleme gibt es nach Auskunft der Stadt Kassel nicht.

Die Stadt fordert zudem eine Sozialkomponente. Deshalb werde es nicht nur Einfamilienhäuser geben, so Itter. Die Stadt spricht von einer „aufgelockerten Bebauung mit Grundstücken für zweigeschossige Einzel- und Doppelhäuser und eine etwas dichtere Bebauung mit Grundstücken für dreigeschossigen Geschosswohnungsbau.“ Von 97 Wohneinheiten seien 24 Sozialwohnungen, so ein Rathaussprecher.

Die Erschließung wird über die Hohefeldstraße erfolgen. Von dort wird eine verkehrsberuhigte Straße durch das Baugebiet bis zur Gänseweide führen. Es wird oberirdische Parkplätze, aber vermutlich auch Tiefgaragen geben.

Auf dem Areal sollen sowohl fertig erschlossene Baugrundstücke angeboten werden, aber Itter und Dittmar wollen auch selbst als Bauträger tätig werden. Dafür haben sie die Weitblick GmbH gegründet. Den Namen haben sie gewählt, weil sich von dem Areal ein weiter Blick über das Kasseler Becken bietet. „Wir haben noch nicht mit der Vermarktung begonnen und schon jetzt mehrere Anfragen“, erzählt Dittmar, der in Guxhagen ein Bauunternehmen führt. Die Investoren wissen, dass es gegen Bauprojekte fast immer Widerstände aus der Nachbarschaft gebe, aber der Bedarf an Wohnraum sei ungebrochen.

Christian Knauf (SPD), Ortsvorsteher von Nordshausen, steht dem Projekt offen gegenüber. Wichtig sei, dass die Verkehrsführung aus dem Neubaugebiet so erfolge, dass die Anwohner am Brasselsberg nicht zu stark belastet würden. Zudem habe das Grundstück eine klimatische Funktion. Deshalb müssten ausreichende Freiflächen erhalten bleiben.

Im Vergleich mit vorherigen Plänen anderer Investoren, die unter anderem einen Supermarkt auf dem Grundstück vorsahen, sei das aktuelle Wohnbauprojekt deutlich besser, so Knauf. (Bastian Ludwig)

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