Stadtteil weihte neuen Bürgertreffpunkt ein – „Ossen“-Denkmal enthüllt

Ein Platz für Harleshausen

Ortsbeiratsmitglied Carsten Höhre bläst zur Belebung des neuen Platzes: Stadtbaurat Christof Nolda (Mitte) und Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger (Dritter von links) haben ihn jetzt offiziell an die Harleshäuser übergeben. Zur Eröffnung kamen Bürger, Vertreter aus dem Ortsbeirat, dem Bürgerverein, der Arbeitsgemeinschaft der Harleshäuser Vereine und viele Kinder. Fotos: Fischer

Harleshausen. Etwa 150 Harleshäuser kamen gestern im Ortszentrum zusammen, um zu feiern - und dazu hatten sie doppelten Grund: Zum einen weihten sie den neuen Stadtteilplatz ein, zum anderen wurde das vom Bürgerverein gestiftete „Ossen“-Denkmal enthüllt.

Vor acht Jahren entstanden die ersten Ideen für den Platz, seit September wurde an der Kreuzung Ecke Wolfhager / Karlshafener Straße an dem Plateau gearbeitet, auf dem bisher nur Gestrüpp und ein Trafohäuschen standen, um einen Treffpunkt für die Bürger des Stadtteils zu schaffen. 255 000 Euro hat es nach Angaben der Stadt gekostet, bis der Platz eingeebnet, gepflastert und von einer neuen Natursandsteinmauer umgeben war. Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger und Stadtbaurat Christof Nolda übergaben ihn „als Weihnachtsgeschenk, das viele Jahre vorbereitet wurde“ offiziell an die Harleshäuser.

Den Harleshäusern gefällt der neue Ortsmittelpunkt, „sehr schön ist er geworden“, sagte eine Anwohnerin. Viele hoffen, dass er durch einen Wochenmarkt belebt wird. Bei der Einweihung waren aber auch Stimmen zu hören, die einen Markt schon wegen der viel befahrenen angrenzenden Straßen nicht gutheißen. Auf das Verkehrsproblem machte bei der Feier auch die Kulturinitiative mit ihren „Zu-Fuß-Brötchen“ aufmerksam: kleine Brötchen in Form von Füßen, die sie mit Harleshäuser Schülern und der Bäckerei Brotgarten gebacken hat. Sie sollen daran erinnern, dass Brötchen auch ohne Auto geholt werden können, um die Umwelt und den Ortskern zu entlasten.

Nach zehn Jahren Suche hat nun auch die „Ossen-stele“ eine Heimat gefunden. Die Harleshäuser heißen im Volksmund Ossen - also Ochsen. An der Stele ist auf einem Bronzerelief die Jagd auf den Auerochsen zu sehen, bei der Bauern das Tier von Landgraf Moritz erlegten, wofür sie sich saftige Strafen einhandelten.

Dem neuen Platz mit dem Denkmal fehlen nun noch ein paar Bänke, die im nächsten Jahr vom Ortsbeirat, der Kasseler Sparkasse und dem Bürgerverein gespendet werden. Und ein Name. (sib)

Namensvorschläge

Noch hat der Platz in der Ortsmitte von Harleshausen keinen Namen. Der Ortsbeirat ruft deshalb dazu auf, Vorschläge einzureichen. In den Geschäften rund um den Platz an der Ecke Wolfhager Straße /Karlshafener Straße liegen Zettel aus, auf denen Bürger ihren Namensvorschlag einreichen können. Die Zettel können dort bis zum 29. Dezember abgegeben werden. Unter allen Einsendern, die Anschrift oder Telefon angeben, verlost der Ortsbeirat Gutscheine für die umliegenden Geschäfte und Restaurants. (sib)

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