Baustart für das Schülerforschungszentrum Nordhessen an der ASS für Herbst geplant

Platz für junge Forscher

Bald mehr Räume: Lutz Künneke, Lucas Rott, Tim Plasa (von links) vom Physik-Club untersuchen hier Kaffeestärke. Demnächst haben die Schüler an der Albert-Schweitzer-Schule ein eigenes Schülerforschungszentrum. Archivfoto:  Fischer

Kassel. Die Zeit der abstrakten Pläne ist vorbei. Jetzt wird das Schülerforschungszentrum Nordhessen an der Albert-Schweitzer-Schule konkret. „Wir rechnen damit, dass wir im Herbst mit dem Bauen beginnen und ein Jahr darauf einziehen können“, sagt ASS-Schulleiter Stefan Alsenz. 2,3 Millionen Euro investiert das Land Hessen in das ambitionierte und einzigartige Bauprojekt einer Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule.

Hagen Sparbrodt vom Kasseler Architekturbüro Bieling und Partner zeigt die Pläne: Das vom Grundriss 22 mal 13 Meter große Bauwerk wird seinen Standort an der Parkstraße im Vorderen Westen haben. Schüler, Lehrer und Studenten können sich dort auf vier Stockwerken inklusive Unter- und Dachgeschoss ausbreiten und sich in Ruhe ihren naturwissenschaftlichen Forschungen widmen.

Auf dem Dach des Schülerforschungszentrums (SFN) werden Teleskope und drei Beobachtungsplätze mit Schiebedächern Himmelsbeobachtungen ermöglichen.

Auf die Gestaltung der Fassade habe man sich noch nicht festgelegt, sagt Sparbrodt. Sie werde unter technischen und energetischen Gesichtspunkten beispielhaft sein und der Funktion des Gebäudes entsprechen. Da das SFN zum Großteil auf einer abschüssigen Böschung entsteht, die nicht genutzt wird, werde man nicht „dramatisch“ an Schulhof verlieren.

In der ASS ist die Freude auf die neuen Räume groß - trotz der Einschränkungen für den Schulbetrieb. Zurzeit sind bereits umfangreiche Bauarbeiten angelaufen. „Endlich haben die Sanierungsarbeiten im Haus begonnen, nachdem die ersten Anträge hierfür bereits in den 70er-Jahren gestellt wurden“, sagt Alsenz. Für 3,8 Millionen Euro saniert der Schulträger, die Stadt Kassel, den Altbau an der Kölnischen Straße von Grund auf.

Zurzeit ist der gesamte Ostflügel gesperrt und bereits bis auf die Außenmauern entkernt. Ab März wird in diesem Abschnitt eine neue Haustechnik eingebaut. In jedem Jahr soll ein Drittel der Schule in Angriff genommen werden, sodass die Arbeiten im Sommer 2012 abgeschlossen sind.

Kopfzerbrechen bereitet Alsenz die Frage nach den Ausweichquartieren für die Zeit der Arbeiten. Zurzeit sind die Oberstufenschüler in angemieteten Räumen der benachbarten Martini-Brauerei untergebracht. Spätestens, wenn der Verwaltungstrakt saniert wird, könnte das unbewohnte Hausmeisterhaus von Nutzen sein.

Dass jetzt alle Bauarbeiten gleichzeitig stattfinden, hat neben der Belastung für den Schulbetrieb einen Vorteil: „Wir hoffen, dass nach dem Umbau und dem SFN-Neubau aus einer Ansammlung heterogener Gebäude ein architektonisch ansprechendes Ensemble entstanden ist.“

DAS SAGT

Von Christina Hein

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