Sanierung der Wasserwege im Bergpark

Sanierung der Wasserwege im Bergpark: Plutogrotte hinter rotem Vorhang

Schutz gegen herunterfallende Gesteinsbrocken: Die Plutogrotte gehört zu den größeren Sanierungsobjekten im Bergpark. Im Hintergrund ist die Teufelsbrücke zu sehen. Fotos: Schachtschneider

Kassel. Zehn Millionen Euro kostet die Sanierung der Wasserwege im Bergpark vom Herkules herunter bis zum Fontänenteich. Durch den langen Winter ist vieles nicht so schnell vorangegangen wie geplant.

„Das versuchen wir jetzt aufzuholen“, sagt Jörg Weniger vom Hessischen Baumanagement. Obwohl es im Park gleich unterhalb des Herkules (Vexierwassergrotte) und auf Höhe der Teufelsbrücke größere Baustellen gibt, können die Besucher die Wasserspiele ab dem 1. Mai wieder regelmäßig mittwochs, sonntags und an Feiertagen genießen.

Netze dienen der Sicherheit

Besonders eindrucksvoll ist derzeit das große Gerüst mit den leuchtend roten Sicherheitsnetzen an der Plutogrotte neben der Teufelsbrücke (siehe Grafik rechts). Hier erneuern die Restauratoren schadhafte Fugen, bessern Tuffsteine aus oder ersetzen sie komplett.

Handwerkliches Geschick gefragt: Steinmetz Andrea Buge bearbeitet eine schadhafte Fuge zwischen den Tuffsteinen.

Seit Jahrzehnten sind die Zugänge zu der Grotte offen. Wenn die Steinsanierung abgeschlossen ist, sollen hier wieder Fenster nach historischem Vorbild eingebaut werden. „Alles, was wir machen, ist so originalgetreu wie möglich“, sagt Weniger. Mit Blick auf die anstehende Anerkennung als Welterbe gebe es an den Wasserwegen vieles zu tun. Dabei haben die Restauratoren den Ehrgeiz, die für den Bergpark und den Tuffstein ideale Mörtelmischung hinzubekommen. In Zusammenarbeit mit der Kasseler Universität hat man dafür die überlieferten Mixturen weiterentwickelt.

Bis Ende 2014 wird die Sanierung der Wasserwege im Park noch dauern. So ist es zumindest geplant. Sollten bei den Arbeiten größere Schäden entdeckt werden, kann es auch länger dauern. Schon jetzt müsste sich auswirken, dass weniger Wasser verloren geht. „Teilweise waren die Tuffsteinplatten unterspült, da ist viel Wasser verloren gegangen“, sagt Bauingenieur Weniger. Die Hohlräume werden bei der Sanierung abgedichtet.

Von Thomas Siemon

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