Über 1000 Daten sichergestellt

Sexuelle Gewalt an Kindern: Hessenweite Polizei-Razzien - Kasseler soll 13-Jährige missbraucht haben

Die Polizei in Hessen hat bei Razzien über 1000 Daten sichergestellt.
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Die Polizei in Hessen hat bei Razzien über 1000 Daten sichergestellt.

Die Polizei ist mit hessenweiten Razzien die sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorgegangen. Ermittlerinnen und Ermittler stellten rund 1000 Daten sicher.

Wiesbaden/Kassel - 49 Wohnungsdurchsungen, 5 Vernehmungen und 1004 sichergestellte Daten: Das ist die Bilanz eines großangelegten Einsatzes der hessischen Polizei. 215 Ermittlerinnen und Ermittler waren in dieser Woche von Montag (12.07.2021) bis Freitag (16.07.2021) hessenweit im Einsatz. Der Grund: die Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Das teilt das Hessische Landeskriminalamt mit.

51 Beschuldigten - darunter drei Frauen - werden Herstellung, Besitz, Verbreitung und sexueller Missbrauch von Kindern zur Last gelegt. Nach aktuellem Ermittlungsstand stehen die Beschuldigten nicht in Kontakt. Fünf von ihnen wurden nach den Durchsuchungen auf Polizeidienststellen vernommen.

Polizei-Razzien wegen sexueller Gewalt an Kindern: Mann aus Kassel wird beschuldigt

Unter den Beschuldigten ist auch ein Mann aus Kassel*. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den 27-Jährigen. Der Vorwurf: Verdacht des sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen. Die Mutter des Opfers hatte bei der Polizei eine Anzeige erstattet, weil ein Unbekannter via Instagram Kontakt zu ihrer Tochter aufgenommen hatte, wie das Hessische Landeskriminalamt berichtet. Der Mann schildere der 13-Jährigen seit April seine sexuellen Fantasien. Zu einem späteren Zeitpunkt soll er dem Mädchen mitgeteilt haben, dass er die Fantasien mit ihr ausleben wolle.

„Das sexualisierte Ansprechen von Kindern und Jugendlichen durch erwachsene Täter im Internet nennt man Cybergrooming. Cybergrooming ist strafbar“, erklärt Dirk Hintermeier vom Hessischen Landeskriminalamt. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob der beschuldigte Kasseler noch anderen Kindern sexualisierte Nachrichten geschrieben hat.

Polizei bietet Informationen zur Cybergrooming-Prävention

„Man sollte im Netz nicht zu viel von sich preisgeben, etwa die eigene Anschrift oder Handynummer“, rät Hintermeier. Der Kriminalhauptkommissar empfiehlt, niemals verfängliche Fotos oder Videos von sich zu machen und zu versenden. Wer sexualisierte Nachrichten erhält, sollte den Chat dokumentieren und die Polizei verständigen. Weitere Informationen zum Thema Cybergrooming-Prävention gibt es unter polizeifuerdich.de.

Zuletzt wurde ein Mann aus dem Frankenberger Land zu einer Haftstrafe verurteilt. Er hatte seine leibliche Tochter und zwei Stieftöchter sexuell missbraucht*. (Jan-Frederik Wendt) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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