Blaulicht

Wegen steigender Kriminalität: Große Polizei-Razzia am Stern in Kassel - sieben Festnahmen

Ein Polizist steht bei einer Razzia der „AG Stern“ im Kasseler Problemviertel vor Passanten. Seit längerer Zeit entwickelt sich der Bereich rund um den Verkehrsknotenpunkt „Stern“ zum Kriminalitätsschwerpunkt. (Archivbild)
+
Ein Polizist steht bei einer Razzia der „AG Stern“ im Kasseler Problemviertel vor Passanten. Seit längerer Zeit entwickelt sich der Bereich rund um den Verkehrsknotenpunkt „Stern“ zum Kriminalitätsschwerpunkt. (Archivbild)

Die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Kassel haben am Freitag (29.10.21) eine Razzia am bekannten Brennpunkt „Stern“ in der Innenstadt durchgeführt.

Kassel – Am gestrigen Freitag (29.10.21) hat die Polizei Kassel rößere Kontrollen zur brennpunktorientierten Kriminalitätsbekämpfung in der Kasseler Innenstadt durchgeführt.

Ab 16 Uhr haben Einsatzkräfte der Polizei, die von Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Stadt Kassel unterstützt wurden, gezielt verschiedene Örtlichkeiten und Lokalitäten im Bereich der Unteren Königsstraße, Jägerstraße, Gießbergstraße und Mauerstraße sowie am Holländischen Platz aufgesucht.

Diese seien dann schlagartig abgesperrt und die dort angetroffenen Personen kontrolliert worden, heißt es in einer Mitteilung. Insgesamt 142 Personenüberprüfungen waren das Ergebnis. Dabei gab es sieben Festnahmen und insgesamt neun Strafanzeigen wegen Rauschgiftdelikten sowie Verstößen gegen das Waffen- und Aufenthaltsgesetz.

Polizei-Razzia am Stern in Kassel: Stadt leitetet acht Verfahren wegen Nichteinhaltung der Corona-Regeln ein

Die festgenommenen Personen, darunter auch ein 31-jähriger mutmaßlicher Drogenhändler, den die Polizisten im Besitz von rund 24 Gramm Marihuana in der Gießbergstraße festnahmen, wurden im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Mitarbeiter der Stadt Kassel sollen bei den Razzien auch in acht Fällen Verfahren wegen der Nichteinhaltung von Corona-Vorschriften in Gaststätten eingeleitet haben.

Die gestrigen Kontrollen dienten der Bekämpfung von Kriminalität an bekannten Brennpunkten am Stern in Kassel. Bereits in der Vergangenheit hatte die Kasseler Polizei verstärkt Razzien in diesem Bereich der Innenstadt durchgeführt, da es dort neben Drogendelikten auch immer wieder Konflikte innerhalb des Milieus gab.

Mit dem HNA-Newsletter erhalten Sie alle Nachrichten rund um Kasseldirekt in Ihr Postfach.

Große Polizei-Razzia am Stern in Kassel: Im letzten Jahr gab es einen spürbaren Rückgang der Kriminalität

Durch zahlreiche Kontrollen sowie die starke Polizeipräsenz sei dem konsequent entgegengewirkt worden. Mehrere umfangreiche Rauschgiftverfahren durch die eigens bei der Kasseler Kripo eingerichtete „AG Stern“ führten zudem zur Festnahme von „Hintermännern“, größeren Drogenfunden und Verurteilungen mit langjährigen Haftstrafen.

Bedingt durch die Einschränkungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie kam es im vergangenen Jahr im gesamten öffentlichen Raum – und so auch an den Brennpunkten in der Innenstadt – zu einem spürbaren Rückgang der Kriminalität in Kassel, berichtet die Polizei.

Zuletzt habe die Kasseler Polizei, einhergehend mit den Lockerungen der Einschränkungen, nun jedoch wieder ein signifikantes Aufkommen an Rauschgiftdelikten sowie auch eine Zunahme an Körperverletzungsdelikten in der Öffentlichkeit verzeichnet. Ein Mann löste beispielsweise im Frühjahr mit einem Messer einen Einsatz der Polizei aus. Ein Passant wird verletzt. Insofern soll die Polizei, neben den ohnehin durchgeführten Maßnahmen an den Brennpunkten, dort auch weiterhin sichtbare Präsenz zeigen und größere Razzien durchführen. (luw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.