Wände feucht, Räume gesperrt - Land streitet mit Vermieter

Polizei: Nun schimmelt es im Pannenrevier Ost

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Kassel. Erst konnten die Polizisten wegen Verzögerungen am Bau nicht einziehen, dann fehlten ein Funkmast und die Garagen für die Einsatzfahrzeuge sowie Jalousien in den Vernehmungsräumen. Jetzt gibt es schon wieder bauliche Probleme im Polizeirevier Ost an der Leipziger Straße.

Drei Räume im Erdgeschoss mussten wegen explosionsartigen Schimmelbefalls an den Fußböden und Wänden gesperrt werden.

Dabei handelt es sich um einen Vernehmungsraum, das Zimmer des Dienstgruppenleiters und einen Materialraum. Die über 80 Beamten, die im Schichtdienst in Bettenhausen arbeiten, müssen nun entsprechend zusammenrücken, einige sollen über gesundheitliche Beeinträchtigungen geklagt haben.

Nach Angaben von Renate Gunzenhauser, Sprecherin des Hessischen Immobilienmanagements (HI), das das Revier gemietet hat, sei Feuchtigkeit in die Fußböden und Wände eingedrungen. Dadurch habe sich Schimmel gebildet. Ursache für das Leck sei vermutlich eine schadhafte Heizungsleitung.

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Als das HI davon erfahren habe, habe man umgehend reagiert: Ein Gutachter wurde eingesetzt. Zudem habe das Hessische Baumanagement den Auftrag bekommen, die Räume so schnell wie möglich wieder nutzbar zu machen. Jetzt müsse noch genau geklärt werden, was die Ursache für den Schaden ist und wer die Kosten für die Sanierung der Räume zu tragen habe, sagt Gunzenhauser.

Joachim Dittmer, der Anwalt des Vermieters, erklärt, dass die Polizei das HI am 16. April über den Schimmelschaden informiert habe. Sein Mandant sei erst drei Tage später darüber in Kenntnis gesetzt worden. Laut Mietvertrag habe das aber unverzüglich geschehen müssen. Die Wände seien teilweise in einer Höhe bis zu einem halben Meter feucht, sagt Dittmer. „Das hätte man früher bemerken können.“ 

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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