Fingerabdrücke und DNA-Spuren überführen 44-Jährigen

Polizei sicher: Brasselsberg-Bankräuber ist ein Serientäter

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Kassel. Der Überfall auf die Sparkassen-Filiale am Brasselsberg in Kassel am Mittwoch, 30. November, ist einem Serientäter zum Verhängnis geworden.

Auf das Konto des 44-jährigen Mannes aus Kassel, der kurz nach dem Überfall festgenommen wurde, gehen wohl eine Vielzahl von Taten, die zum Teil mehr als zehn Jahre zurückliegen.

Dem 44-Jährigen konnten bislang mehrere Banküberfälle zugeordnet werden, sagt Polizeisprecher Torsten Werner auf Anfrage der HNA. „Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck an der Überprüfung sämtlicher in Frage kommender Überfälle auf Geldinstitute in den zurückliegenden Jahren. Dabei sind sowohl regionale als auch überregionale Taten im Fokus.“

Dass es sich bei dem Mann um einen Serientäter handelt, ergebe sich aus den umfangreichen Spuren und Beweismitteln, die bei zurückliegenden Überfällen gesichert wurden, sagt Werner, ohne auf die Spuren näher einzugehen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Fingerabdrücke und DNA-Spuren handeln.

Von einigen älteren ungeklärten Fällen seien noch „eine Vielzahl von Spuren vorhanden, die Rückschlüsse auf den jeweiligen Täter geben und nun im Hinblick auf den in U-Haft sitzenden 44-Jährigen abgeglichen werden“, so Werner. Von Vorteil sei auch, dass man jetzt wisse, wie der Verdächtige aussehe.

Der 44-Jährige ist offenbar auch für die beiden früheren Überfälle auf die Filiale am Brasselsberg verantwortlich. Die Sparkasse war in den Jahren 2012 und 2013 überfallen worden. Auch damals flüchtete der Täter auf einem Fahrrad. Nach dem jüngsten Überfall habe man die ersten Überfälle analysiert, bewertet und dem „Fahndungskonzept“ angepasst, so der Polizeisprecher. Dieses Vorgehen habe schließlich zur Festnahme des Mannes geführt.

Es ist übrigens seine erste Festnahme: Bislang sei der 44-Jährige polizeilich unauffällig gewesen.

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