Schleuserbanden im Fokus der Ermittlungen

Bundespolizei in Kassel stoppt wieder junge Flüchtlinge

Kassel. Erneut wurden drei minderjährige Flüchtlinge, die allein im Zug unterwegs waren, am Wochenende von der Bundespolizei in Kassel aufgegriffen.

Nach Angaben von Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizeiinspektion, wurde ein 16-Jähriger aus Afghanistan am Sonntagmorgen mit einem Kinderfahrschein in einem Intercity Richtung Hamburg erwischt. Eine Zugbegleiterin übergab den Jugendlichen in Wilhelmshöhe der Bundespolizei. Wegen gesundheitlicher Probleme musste der junge Afghane im Klinikum Kassel stationär aufgenommen werden.

Ein 16-Jähriger aus Somalia fiel am Sonntagabend bei einer Kontrolle im Hauptbahnhof auf. Der Jugendliche legte den Beamten einen gefälschten italienischen Aufenthaltstitel vor. Er sagte den Beamten, dass er nach Kopenhagen reisen wollte. Nach Rücksprache mit dem Jugendamt wurde er im Schutzhof Calden untergebracht.

Bereits am Freitag fiel ein Zwölfjähriger aus Afghanistan bei einer Fahrscheinkontrolle im ICE von Frankfurt/Main nach Kassel auf. Der Junge hatte keine Fahrkarte und keinerlei Papiere.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen die beiden Jugendlichen ein Strafverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise eingeleitet. Im Fokus der Ermittlungen stünden aber vordringlich die Schleuser, sagt Arend.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Oliver Dietze

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