Behörde setzt bei Großlagen auf soziales Netzwerk

Bitte folgen: Polizei twittert ab jetzt gegen Panik und Gewalt

Kassel. Die nordhessische Polizei will ab sofort mit Hilfe des sozialen Netzwerks Twitter junge Menschen erreichen.

Am Dienstag hat Polizeipräsident Eckhard Sauer den offiziellen Startknopf für die Nutzung von Twitter gedrückt und will damit neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit gehen.

Unter dem Twitter-Account @Polizei_NH kann man der nordhessischen Polizei künftig bei besonderen Einsätzen folgen. Wer nicht nur die Mitteilungen lesen, sondern mit der Polizei auch diskutieren will, muss sich bei Twitter registrieren lassen. Der Hessentag in Hofgeismar soll die erste richtig große „Twitter-Lage“ der nordhessischen Polizei in diesem Sommer werden.

Die Twitter-Premiere findet allerdings bereits am Freitag, 24. April, anlässlich des Regionalligaspiels zwischen dem KSV Hessen Kassel und Waldhof Mannheim im Auestadion statt. Nach Angaben von Polizeidirektor Uwe Papenfuß sollen dann Informationen zur Verkehrs- und Einsatzlage bei dem Risikospiel „getwittert“ werden. Über Twitter erfahren die Nutzer zum Beispiel, dass der Durchgang zwischen Stadion und Eissporthalle aus Sicherheitsgründen gesperrt wird oder wo es noch freie Parkplätze gibt.

Twitter soll aber nicht die klassische Lautsprecherdurchsage ersetzen, sondern nur ein weiterer Baustein in der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit sein. „Das ist eine spannende neue Geschichte, der man sich nicht mehr entziehen kann“, sagt Sauer. Über Twitter wolle die Polizei insbesondere mit jüngeren Menschen kommunizieren, die sie ansonsten kaum erreiche. Neben der Information solle mit Twitter das Handeln der Polizei auch transparenter gemacht werden. Zudem sollen auch Panik und Gewalt vermieden werden. Wenn bei Fußballspielen oder Demonstrationen etwas ungeordnet laufe, hoffe man, mit Twitter Einfluss auf die Menschen nehmen zu können.

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