Mann ergaunerte Geld mit Geschichte über seine angeblich schwer verletzter Tochter

Polizei überführt Trickbetrüger

Kassel. Ein 43-jähriger Mann aus Kassel soll seit Ende vergangenen Jahres in 21 Fällen mit gestohlenen Fahrrädern Trickbetrügereien begangenen haben. Jetzt ging er ins Netz der Fahnder des Kasseler Betrugskommissariats K 23/24.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Sabine Knöll tauchte der Tatverdächtige in Geschäften auf und sprach Privatpersonen auf der Straße an. Er erzählte immer die selbe Geschichte: Er benötige dringend Geld für ein Taxi, da seine Tochter einen Unfall gehabt habe, sie dabei schwer verletzt worden sei und er jetzt dringend zu ihr ins Krankenhaus müsse. Er versicherte in jedem Fall, später wieder vorbei zu kommen, um das Geld, es waren meist Beträge zwischen zehn und 50 Euro, den hilfsbereiten Menschen zurück zu zahlen. Um das Ganze noch glaubhaft zu untermauern, ließ er den Opfern ein Fahrrad als Pfand zurück.

Nachdem der Mann nicht mehr auftauchte, meldeten sich die Opfer bei den Kasseler Polizeirevieren und erstatteten Strafanzeige. Die zurückgelassenen Fahrräder wurden sichergestellt, die meisten davon waren auch nachweislich gestohlen. In einigen Fällen konnten die meist nicht sehr wertvollen Räder noch keiner Straftat zugeordnet werden.

Auf die Schliche des drogenabhängigen 43-Jährigen mit italienischer Abstammung, der bei der Polizei kein ungeschriebenes Blatt ist, waren die Beamten des Betrugskommissariats durch Überwachungsbändern in Geschäften gekommen. (use)

Opfer eines solchen Trickdiebstahls beziehungsweise eines Fahrraddiebstahls werden gebeten, sich unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch

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