Täter bestellen Ware - Opfer erhalten Rechnung

Polizei warnt: Betrugsmasche mit DHL-Paket-Karten

Kassel. Die Kasseler Kripo warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit nicht bestellten Päckchen. Im Raum Kassel gibt es bereits erste Opfer.

Vor Kurzem erhielt ein 42-Jähriger aus Fuldatal ein Päckchen, für das er seinen Ausweis vorzeigen musste. Darin befand sich eine sogenannte DHL-Goldcard, eine scheckkartengroße Kundenkarte für die Packstationen des DHL-Paketdiensts. Diese hatte der 42-Jährige aber gar nicht bestellt. Weil er sich sofort bei der DHL meldete, flog der Betrugsversuch rechtzeitig auf.

Die Täter bestellen dabei über das Internet DHL-Goldkarten, die dazu berechtigen, Paketpost zum Selbstabholen an beliebige Packstationen zu bestellen, erklärt Polizeisprecher Torsten Werner. Die Karten werden von den Betrügern auf den Namen und die Adresse von existierenden Personen bestellt. Der ahnungslose Empfänger nimmt das Paket an und findet darin eine auf seinen Namen ausgestellte DHL-Karte.

Wenig später klingelt dann ein angeblicher DHL-Mitarbeiter. Er erklärt, bei der Zustellung sei ein Fehler passiert und nimmt die Goldcard wieder mit. Später wird die Karte dann im Namen des Opfers bei Bestellungen im Internet eingesetzt und Ware von Versandhäusern an Packstationen bestellt. Die Rechnung geht an den Karteninhaber. (rud)

Hinweise an die Polizei: Tel. 0561/9100.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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