Mehrere Räder und E-Bikes gestohlen

Polizei warnt vor Fahrraddieben in Kassel

Ein Blaulicht leuchtet am auf dem Dach eines Polizeiwagens.
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Die Polizei warnt vor Dieben, die in den vergangenen Tagen mehrere Räder und E-Bikes in Kassel gestohlen haben.

Die Polizei schlägt Alarm: Mehrere Fahrräder und E-Bikes wurden in den vergangenen Tagen im Kasseler Stadtgebiet gestohlen.

Kassel - Nicht nur auf Räder, die draußen abgestellt worden waren, hatten es die Täter abgesehen. Erst am Mittwoch brach ein Dieb die Tür eines Mehrfamilienhauses in der Wilhelmshöher Allee (gegenüber der Pfannkuchenstraße) auf und stahl aus dem Kellergeschoss ein Mountainbike.

Bislang sei unklar, so Polizeisprecherin Ulrike Schaake, ob die Diebstähle auf das Konto derselben Täter gehen und es sich möglicherweise um organisierte Tätergruppen handelt. Die Polizei möchte Fahrradbesitzer sensibilisieren und ihnen Tipps zum Schutz vor Diebstahl geben.

Die Tatzeit des Diebstahls aus dem Haus in der Wilhelmshöher Allee lässt sich anhand einer Überwachungskamera recht genau eingrenzen: Demnach hatte der Täter das rote Fahrrad der Marke „Trek“ um 12.30 Uhr aus dem Haus getragen. Die Bilder zeigen einen 20 bis 25 Jahre alten und schlanken Mann, der ein schwarzes Basecap, eine schwarze Jacke, eine schwarze Trainingshose mit der Aufschrift „Puma“ auf dem linken Oberschenkel und weiße Turnschuhe trug.

Bereits am Dienstag hatten sich Diebstahlsopfer aus der Esmarchstraße, dem Eichholzweg und der Hunrodstraße bei der Polizei gemeldet. Dort hatten es die Täter auf hochwertige E-Bikes (verkehrsrechtlich sogenannte Pedelecs) abgesehen, die aus unverschlossenen Garagen gestohlen wurden. Zwischen Samstag und Mittwoch kam es darüber hinaus zu vier weiteren Diebstählen von Fahrrädern und einem Pedelec in der Osterholzstraße, der Waldemar-Petersen-Straße, der Gräfestraße und der Reuterstraße. Bei diesen Taten hatten die Diebe jeweils die Schlösser der Räder geknackt, die an einem Fahrradständer, in einem Innenhof und in einem Treppenhaus abgestellt waren.

Die Fahrraddiebstähle in der Stadt Kassel sind 2020 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen: Waren es im Jahr 2019 insgesamt 670 angezeigte Taten, so lag die Zahl der Fahrraddiebstähle im vergangenen Jahr bei 759.

Folgende Tipps gibt die Polizei, um Räder zu sichern:

  • Fahrradschloss: „Billigschlösser“ sind häufig nutzlos. Vor allem Abschreckung schützt vor Fahrradklau. Dafür eignen sich insbesondere stabile Bügelschlösser und Panzerkabel. Für ein passendes Schloss sollten rund zehn Prozent des Fahrradpreises eingerechnet werden. Je teurer und leichter ein Rad ist, umso schwerer und teurer sollte auch ein adäquates Schloss sein. Entscheiden Sie sich bei Ketten, Bügeln und Schlössern in jedem Fall für „geprüfte Qualität“ und für hochwertiges Material wie durchgehärteten Spezialstahl und massive Schließsysteme.
  • Art der Sicherung: Häufig werden Fahrräder mit zwar wirksamen Schlössern abgeschlossen, jedoch nicht angeschlossen. Das heißt, sie können mühelos weggetragen werden. Wählen Sie ein Fahrradschloss, das aus durchgehärtetem Spezialstahl hergestellt ist und mit einem massiven Schließsystem ausgerüstet ist. Schließen Sie den Rahmen und beide Räder stets an fest verankerte Gegenstände an.
  • Abstellort: Stellen Sie ihr Fahrrad zudem in der Öffentlichkeit nur an belebten und gut einsehbaren Orten ab. Nutzen Sie nachts gut beleuchtete Orte. Lassen Sie Ihr Fahrrad unbeaufsichtigt nur so lange wie nötig an öffentlichen Plätzen stehen.
  • Sicherung des Abstellorts: Kellerverschläge, Gartenlauben, Garagen oder andere Abstellorte sollten ausreichend gegen unbefugten Zutritt gesichert werden. Ein billiges Vorhängeschloss bietet beispielsweise kaum einen Schutz.
  • Bei verdächtigen Beobachtungen Polizei rufen: Für das „Knacken“ hochwertiger Schlösser benötigen auch professionelle Diebe Zeit. Der Einsatz der Werkzeuge, beispielsweise einer Akku-Flex, verursacht sicherlich auch Geräusche. Zögern Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen nicht und rufen Sie über 110 die Polizei. Hinweise: Tel. 05 61/9100. (use)

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