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Digitale Kopien von Zahlungskarten: Polizei warnt vor Masche bei Online-Banking

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Von: Kathrin Meyer

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Symbolbild Blaulicht
Die Polizei warnt vor einer neuen Masche. © Rolf Vennenbernd

Die Polizei warnt vor einer neuen Masche, bei der sich die Täter das bargeldlose Bezahlen über Smartphones oder Smartwatches zunutze machen.

Kassel - Die Täter erstellen mit zuvor gestohlenen Daten digitale Kopien von Zahlungskarten und setzen diese für Zahlungen ein. Auch in Nordhessen mehren sich in den letzten Wochen solche Betrugsfälle und Anzeigen von Opfern dieser Masche, heißt es von der Polizei. In einem Fall fiel der Schaden besonders hoch aus, da die Täter den Verfügungsrahmen des Bankkontos voll ausnutzen konnten. So erlitt ein Mann aus Kassel laut Polizei Ende November einen Schaden von 34 000 Euro, als die Täter 14 Zahlungen tätigten.

Die Täter versenden bei der Masche zunächst eine Phishing-Mail im Namen einer Bank oder Sparkasse an ihr potenzielles Opfer. Unter einem Vorwand, etwa, dass der Online-Banking-Account neu legitimiert werden müsse, um eine Sperrung zu verhindern, bringt der Täter den möglichen Geschädigten dazu, einen in der E-Mail enthaltenen Link zu öffnen. Im Anschluss sollen Benutzername und Passwort des Online-Banking-Accounts sowie die Rufnummer des Smartphones eingegeben werden.

Im nächsten Schritt loggt sich der Täter mit den Daten in den Online-Banking-Account ein. Das Opfer erhält einen bereits angekündigten Anruf. Um eine digitale Karte im Online-Banking-Account anlegen zu können, benötigen die Kriminellen eine zeitnahe Freigabe der Eingaben über die Push-Tan-App. Im Telefonat bringt der Täter das Opfer dazu, die Eingabe über die App freizugeben.

Um Zugriff auf die Konten zu erlangen, sendet der Täter eine SMS auf das Handy des Opfers, um einen mitgesendeten Links zu quittieren. Die Quittierung hat zur Folge, dass alle Berechtigungen auf seine Mobilfunknummer übertragen wird. (Kathrin Meyer)

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