Tipps für Autofahrer, wie Unfälle mit Wildschwein und Reh vermieden werden können

Polizei warnt vor Wildwechsel

Gefahr von Wildunfällen steigt im Herbst: Ein totes Reh, das auf einer Bundesstraße gegen ein Fahrzeug gelaufen ist. Foto:  dpa

Kassel. Ein 30-jähriger Mann aus dem Landkreis Kassel starb Ende Oktober bei einem Wildunfall auf der Bundesstraße 251 zwischen Ehlen und der Anschlussstelle Zierenberg. Der Mann wollte einem überfahrenen Wildschwein ausweichen, sein Auto schleuderte daraufhin gegen einen Baum.

Mit Wildwechsel müsse der Verkehrsteilnehmer im ländlichen Raum immer rechnen, sagt Polizeisprecherin Sabine Knöll. Insbesondere aber zur Brunftzeit im Frühjahr und Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden, sei eine leichte Häufung festzustellen. Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, wird die Polizei in dieser Woche im Kreis Kassel Geschwindigkeitskontrollen auf den vom Wildwechsel häufig betroffenen Landstraßen machen.

Großes Gefahrenpotenzial

„Wildunfälle sind ein echtes Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer“, sagt Knöll. Wildtiere könnten die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen nicht einschätzen, insbesondere wenn sie von Scheinwerfern geblendet werden. Der zunehmende Verkehr führe dazu, dass Wildtiere und Kraftfahrzeuge sich immer öfter auf der Fahrbahn begegneten. Als sehr unfallträchtig gelten Straßen, die durch Waldgebiet führen oder entlang von unübersichtlichen Wald- und Feldrändern liegen.

Die Polizei gibt Tipps, wie das Risiko von Wildunfällen verringert werden kann:

† Fuß vom Gas im Wald und an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern.

† Erhöhte Vorsicht auf neuen, durch den Wald führenden Straßen.

† Abblenden, kontrolliert abbremsen und hupen, wenn Wild an oder auf der Straße steht.

† Mit Nachzüglern rechnen: Da Wildtiere oft gesellig leben, könnten nach dem ersten Tier auch weitere folgen. Deshalb langsam weiterfahren, auch wenn zunächst kein Wild mehr zu sehen ist.

† Sollte eine Kollision mit dem Tier unvermeidbar sein, gilt die Regel: „Besser kontrollierter Aufprall als unkontrolliertes Ausweichen.“

Lenkrad festhalten

Wildunfälle lassen sich nicht immer verhindern. Im Ernstfall das Lenkrad festhalten, geradeaus fahren und dabei bremsen. Riskante Ausweichmanöver gefährdeten den Gegenverkehr oder endeten schnell am Baum. (use)

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