Haftbefehl gegen 28-Jährigen

Schleusernetzwerk zerschlagen - Kasseler soll Drahtzieher sein

Kassel. Die Bundespolizei hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kassel am Mittwoch ein internationales Schleusernetzwerk zerschlagen, welches über Monate bis zu 300 Menschen aus Osteuropa illegal nach Deutschland eingeschleust haben soll.

Ein 28-jähriger Deutscher aus Kassel steht im dringenden Verdacht ein Drahtzieher der Schleuserbande zu sein. Er wurde aufgrund eines Haftbefehls festgenommen.

Nach Angaben der Bundespolizei wurden zudem im Raum Kassel insgesamt sechs Wohnungen durchsucht. Hierbei konnte neben drei gefälschten litauischen Ausweisen und sieben vermutlich betrügerisch erlangten Kreditkarten weiteres Beweismaterial sichergestellt werden. Die Ermittlungen richteten sich gegen 21 Männer, die überwiegend aus dem osteuropäischen Raum kommen.

Im September 2014 waren Ermittler auf eine Kasseler Handwerksfirma gestoßen, die ukrainische und moldauische Staatsangehörigen über Anzeigen im Internet angeworben hatte, um diese unerlaubt in Deutschland zu beschäftigen. Mit polnischen Visa, welche unter falschen Angaben erschlichen wurden, reisten die Personen nach Deutschland ein. Danach wurden sie mit gefälschten Mietverträgen und Gewerbeanmeldungen ausgestattet, um ihren unerlaubten Aufenthalt in Deutschland zu verschleiern.

Rubriklistenbild: © dpa

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