Kiloweise verdorbene Ware

Polizei stoppt Verkauf von Gammelfisch in der Kasseler Innenstadt

Nahezu ungekühlt: Dieser stinkende Fisch soll in Kassel verkauft werden. Die Polizei schreitet ein.
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Nahezu ungekühlt: Dieser stinkende Fisch soll in Kassel verkauft werden. Die Polizei schreitet ein.

Ein Mann will in der Innenstadt von Kassel mehrere Kilos verdorbenen Fisch verkaufen und wird von der Polizei gestoppt.

Kassel - Die Kasseler Polizei musste am Samstag 450 Kilogramm verdorbenen Fisch, der eigentlich in der Innenstadt verkauft werden sollte, entsorgen lassen.

Nach Angaben von Polizeisprecherin Ulrike Schaake hatte ein Passant gegen 9.30 Uhr die Polizei gerufen, da ein Mann in der Hedwigstraße aus einem Lieferwagen heraus Waren verkaufte und ihm dies verdächtig vorkam. Als kurze Zeit später die Polizeibeamten eintrafen, stellte der mutmaßliche Verkäufer, der auf der Ladefläche des Transporters mit einer Waage hantierte, abrupt seine Arbeiten ein.

Polizei stoppt Verkauf von Gammelfisch in Kassel: Ware stundenlang ungekühlt

Gleichzeitig sei den Polizisten ein beißender Fischgeruch entgegengeschlagen. Wie die Streife feststellte, war der Laderaum des Fahrzeugs voll mit Styroporboxen, in denen sich Fisch, Muscheln, Krebse, Garnelen und weitere Meerestiere bei einer Außentemperatur von zehn Grad nahezu ohne Kühlung befanden. Darüber hinaus seien einige Boxen umgefallen und die Ware habe auf dem verschmutzten Boden des Lieferwagens gelegen.

Neben dem 49-jährigen Verkäufer seien die Polizisten auf zwei Männer gestoßen, die glaubhaft angaben, dass sie dort Fisch kaufen wollten. Nach ihren Angaben seien sie durch eine Anzeige in einem sozialen Netzwerk auf den Verkauf aufmerksam geworden.

Nach ersten Ermittlungen der Beamten hatte der 49-Jährige die Waren am Freitag in den Niederlanden gekauft und zum Weiterverkauf nach Kassel gebracht. Zusätzlich gekühlt worden waren die Boxen, in denen sich nur noch Reste von Eis befanden, offenbar nicht mehr.

Einsatz der Polizei in Kassel: Mann verkauft Gammelfisch in Innenstadt

Die telefonische Rücksprache mit der Lebensmittelbehörde erhärtete schließlich den Verdacht der Polizisten, dass der beißende Geruch auf verdorbene Waren hindeutet. Sie veranlassten daher die Entsorgung der 450 Kilogramm Fischwaren durch ein darauf spezialisiertes Unternehmen.

Gegen den 49-Jährigen, der die Beamten auf das Revier begleiten musste, leiteten sie Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz, die Gewerbeordnung und das Aufenthaltsgesetz ein. Da der Tatverdächtige in Deutschland keinen Wohnsitz hat, entließen ihn die Polizisten erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung wieder auf freien Fuß. (use)

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