Polizeikontrolle auf A7 bei Kassel: Drogenrausch und Mittelfinger

Kassel/Hann. Münden. Raser und Drängler sind am Samstag von der Autobahnpolizei erwischt worden. Die Polizisten waren mit einem Zivilwagen mit eingebauter Kamera auf der A7 bei Kassel unterwegs.

Gegen 12.10 Uhr fiel den Beamten zwischen den Anschlussstellen Kassel-Nord und Lutterberg ein Autofahrer auf, der nur wenige Meter Abstand zu seinem Vordermann hielt. Auch wenn eine verwertbare Aufnahme wegen des dichten Verkehrs nicht möglich gewesen sei, zogen sie den Drängler aus dem Verkehr, um ihn auf den Sicherheitsabstand hinzuweisen, so Polizeisprecher Torsten Werner. Dabei landeten die Beamten gleich einen Volltreffer: Der Reaktionstest sprach für einen Drogenrausch, der anschließende Urintest beim 23-jährigen Polen bestätigte sein Verhalten. Wie viel Marihuana der Autofahrer intus hatte, wird nun durch eine Blutprobe ermittelt.

Auch zwei junge Männer wurden auf der Gegenfahrbahn nach einem Geschwindigkeitsverstoß, einer Beleidigung und einer Nötigung aus dem Verkehr gezogen. Die beiden aus Göttingen stammenden 22 und 23 Jahre alten Männer seien besonders rücksichtslos zwischen Hann. Münden und Kassel unterwegs gewesen.

Wie die Kameratechnik dokumentierte, fuhr der 22-jährige Fahrer in der Spitze mit Tempo 186 in Richtung Kassel, obwohl in diesem Streckenabschnitt nur maximal 120 km/h erlaubt sind. Anschließend fuhr er einem vorausfahrenden Wagen so dicht auf, dass dieser genötigt war, Platz zu machen.

Mittelfinger gezeigt und erwischt worden

Dabei kam es fast zum Zusammenstoß mit einem dritten Autofahrer, der auf dem benachbarten Fahrstreifen in Richtung Süden unterwegs war. Als die Göttinger den genötigten Autofahrer passierten, verabschiedeten sie sich von diesem mit erhobenen Mittelfingern.

Während der 23-Jährige sich nun wegen Beleidigung verantworten muss, kommt auf den 22 Jahre alten Fahrer zwei Strafverfahren wegen Beleidigung und Nötigung sowie wegen des Rasens, er war nach Abzug der Toleranz immer noch 56 km/h zu schnell, ein Bußgeld in Höhe von 240,- Euro, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot zu. 

Rubriklistenbild: © dpa

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