Polizeistreife stoppte Geisterfahrer auf der A44 bei Kassel

Kassel. Auf seinem Weg nach Berlin ist ein 75-jähriger Bad Nauheimer auf der A44 bei Kassel zum Geisterfahrer geworden. Weil Autofahrer die Polizei informierten, konnte eine Streife den Mann aus dem Verkehr ziehen, bevor es zu einem Unglück kam. Jetzt ermittelt die Polizei wegen „Gefährdung des Straßenverkehrs“.

Die Streife der Baunataler Autobahnpolizei hatte den Mann am Donnerstagmorgen um kurz vor 5 Uhr auf der A44 zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Zierenberg gestoppt und aus dem Verkehr gezogen. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten zuvor nahezu zeitgleich die Leitstelle der Polizei in Kassel über den Geisterfahrer informiert. Der 75-Jährige war ihnen in Richtung Dortmund auf dem linken Fahrstreifen entgegen gekommen.

Glück für alle Autofahrer, die zu diesem Zeitpunkt auf der Autobahn unterwegs waren, war, dass um diese Uhrzeit wenig los war auf der tagsüber viel befahrenen Ost-West-Achse.

Der 75 Jahre alte Fahrer, der sich nur sehr schlecht auf Deutsch verständigen konnte, gab gegenüber den Polizeibeamten an, dass er sich auf einem Parkplatz bei einem Lastwagenfahrer nach dem Weg nach Berlin erkundigt habe. Dorthin müsse er ein Paket bringen. Er sei in falscher Richtung unterwegs, habe man ihm gesagt. Daraufhin verließ der 75-Jährige den Parkplatz offenbar entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und wurde für einige Kilometer zum Geisterfahrer.

Ein Alcotest verlief negativ. Fahrzeug und Führerschein wurden auf Anordnung des Bereitschaftsstaatsanwalts sichergestellt. (mak)

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