Auf Treppe an Goethe-Gymnasium

Polizisten als Entenretter: Mutter und sechs Küken eingefangen

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Rettung und Freilassung statt Festnahme: Polizeioberkommissarin Julia Stumpf setzte die Entenmutter und ihre Küken, die in einem Kellereingang des Goethe-Gymnasiums gefangen waren, in Fuldatal wieder ins Freie.

Kassel/Fuldatal. Die Polizei, dein Freund und Helfer - diesen Leitspruch nehmen Kassels Beamte auch ernst, wenn es um Tiere geht. Am Montag eilte eine Polizeistreife zur Hilfe, als am Goethe-Gymnasium eine Entenfamilie auf einer Treppe zum Kellereingang festsaß.

Die Küken konnten sich von allein nicht befreien. Mit der Hilfe der Beamten kamen die Tiere wieder „auf freien Fuß".

Zum Schulbeginn nach den Osterferien rief der Hausmeister des Goethe-Gymnasium (Wesertor) gleich um 8 Uhr die Polizei: Er bat um Unterstützung, um die Entenfamilie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Entenmutter und ihre sechs Küken saßen am Fuß des Kellerabgangs an einem der Schulgebäude an der Ysenburgstraße. Weil die Küken noch nicht flügge waren, kamen sie aus eigener Kraft die Treppenstufen nicht hoch. Offenbar saßen die kleinen Entchen dort schon eine Weile fest - zwei der ursprünglich acht Küken waren bereits verendet.

Mit einer Katzentransportbox bewaffnet, rückten die beiden Oberkommissare Julia Stumpf und Henning Gippert am Einsatzort an.

Die sechs Küken, die sich handzahm einfangen ließen, waren kurz darauf in der Box untergebracht. Die Entenmutter jedoch flog auf den Schulhof und wollte partout nicht in Polizeigewahrsam, schildert Polizeisprecher Torsten Werner.

Mutter mit Trick gefangen 

Nach mehreren gescheiterten Versuchen führte schließlich ein Trick zum Erfolg: Die Beamten stellten die Box mit den Küken in den Eingangbereich eines Bürocontainers auf dem Schulhof, der als Behelfsklassenraum dient. Als die Menschen einen Schritt zur Seite traten, flatterte die Entenmama zu ihren Küken - und die Polizisten schlossen dahinter die Tür. In dem kleinen Raum gelang es ihnen dann schnell, die Ente mit einer Decke einzufangen.

In Knickhagen ausgesetzt 

Im Funkwagen wurden die ungewöhnlichen „Gefangenen“ abtransportiert - allerdings nur bis zur Freilassung im Grünen. An den Fischteichen in Knickhagen watschelten die Enten sofort zum Wasser, um sich beim Schwimmen von den Strapazen zu erholen. (rud)

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