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Poller gegen Terror auf Kasseler Weihnachtsmarkt: Standorte noch geheim

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Nachgerüstet: Nach dem Terroranschlag in Berlin wurden im vergangenen Jahr weitere Betonsperren, hier am Übergang von der Kölnischen Straße zum Königsplatz, aufgestellt. Foto:  Koch

Kassel. Auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt sollen auch in diesem Jahr wieder Betonsperren aufgestellt werden, um Terrorangriffe mit Fahrzeugen zu verhindern. Allerdings will die Stadt die Standorte nicht preisgeben.

Nachdem am Dienstag bekannt geworden war, dass auch in Kassel bei Anti-Terror-Razzien vier mutmaßliche Anhänger des „Islamischen Staates“ (IS) festgenommen worden sind, bekam die Polizei Nordhessen per Twitter die Anfrage eines besorgten Bürgers. Nach der „Antiterroraktion“ fragten sich einige Bekannte bereits, wie sicher der Kasseler Weihnachtsmarkt noch sei, so der Mann. Die Polizei twitterte zurück, dass sich die Sicherheitslage auf dem Markt im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert habe.

„Es besteht, wie bereits 2016, eine abstrakte Gefahr. Konkrete Hinweise auf ein bevorstehendes schädigendes Ereignis liegen uns nicht vor“, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Die Polizei stehe in engem Kontakt mit der Stadt und Kassel Marketing als Veranstalter. Man greife auf das bewährte Sicherheitskonzept des Vorjahres zurück. Dazu gehöre auch die erhöhte Präsenz uniformierter und ziviler Fußstreifen auf dem Weihnachtsmarkt. Die Beamten seien zudem ausgebildet worden, auf verschiedene Angriffsszenarien zu reagieren, so Werner. Auch die Standbetreiber seien angehalten, verdächtige Beobachtungen, wie beispielsweise abgelegte herrenlose Taschen, zu melden.

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Das Sicherheitskonzept steht: Am kommenden Montag wird der Kasseler Weihnachtsmarkt eröffnet. Archivfotos:  Fischer (2)

Zudem werden in diesem Jahr auch wieder Betonpoller an den Zufahrten des Marktes aufgestellt, um mögliche Terrorangriffe mit Fahrzeugen zu verhindern. Im vergangenen Jahr war der Kasseler Markt bundesweit zunächst der einzige, der mit Betonpollern geschützt wurde. Nachdem es den Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gegeben hatte, bei dem zwölf Menschen von dem islamistischen Attentäter Anis Amri getötet worden waren, rüsteten andere Städte nach und Kassel wurde überall als Vorbild genannt.

Die Betonpoller in Kassel werden wohl am Wochenende aufgestellt. Wo sie platziert

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TorstenWerner

werden, daraus macht die Stadt allerdings ein Geheimnis. „Es liegt in der Natur der Sache, dass zum genauen Inhalt des Sicherheitskonzeptes und zu den einzelnen Maßnahmen keine Einzelheiten mitgeteilt werden“, teilt Claas Michaelis, Sprecher der Stadt, mit. Auch auf den Einwand, die Menschen würden ja ohnehin sehen, wo die Poller stehen, geht die Stadt nicht ein. Die Standorte sollen geheim bleiben.

Wie auch immer: 2016 wurden die zweieinhalb Tonnen schweren Betonsperren in Höhe des Kaufhofs und am Königsplatz (ab mittags an den Wochenenden) auf den Schienen platziert. Weitere feste Betonpoller wurden später noch an der Treppenstraße bei McDonald’s, an der Kölnischen Straße am Übergang zum Königsplatz und zwischen Kaufhof und C&A an der Opernstraße aufgestellt.

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