FAZ: Kanadier bieten mehr Geld für Manager

Potash lässt bei K+S nicht locker

Kassel. Der Düngemittelkonzern Potash Corp. lässt bei seinen Übernahme-Bemühungen um den Kasseler Konkurrenten K+S nicht locker. Gegenüber institutionellen Anlegern listete der kanadische Konzern auf, wie er bei dem Dax-Konzern landen will - mit Zugeständnissen und mehr Geld für den Vorstand, berichtet die FAZ.

Potash versucht offenbar, über Großaktionäre den Druck auf K+S zu erhöhen. Für diese könnte die Übernahme interessant sein: Potash bietet 41 Euro je Aktie, an der Börse ist das Papier aktuell knapp 30 Euro wert.

Das K+S-Management solle nach der Übernahme zu besseren Konditionen als bisher weiterbeschäftigt werden, schreibt die FAZ unter Berufung auf Uwe Rathausky, Vorstand der Gané AG, die den Fonds Universal-Investment berät. Dieser hält 0,4 Prozent der K+S-Anteile. Zudem könnten zwei Mitglieder aus dem K+S-Vorstand oder Aufsichtsrat in das oberste Führunggremium von Potash einziehen.

Für mindestens fünf Jahre solle K+S eine AG nach deutschem Recht und Kassel die Zentrale bleiben. Betriebsbedingte Kündigungen seien ebenso lange ausgeschlossen. Zudem solle in Deutschland ein weiteres Exzellenzzentrum errichtet werden.

Potash Corp. hatte sich zuerst Ende Juni mit der Übernahme-Offerte an den K+S-Vorstand gewandt. Das Management lehnte jedoch ab, weil der vorgeschlagene Preis nicht dem Wert von K+S entspreche. Auch Zusagen der Kanadier stimmten das Management nicht um: Diese seien in wesentlichen Teilen mit weitreichenden Einschränkungen versehen und deshalb nicht verlässlich. An dieser Einschätzung habe sich nichts geändert, erklärte K+S gestern auf Anfrage.

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