Schwache Zahlen

Kein formelles Angebot: Potash zögert bei K+S

Kassel. Der kanadische Düngemittelkonzern Potash hält an seiner Absicht fest, den Kasseler Konkurrenten K+S zu übernehmen, hat aber nach Angaben seines Vorstandschefs Jochen Tilk noch nicht entschieden, ob er ein formelles Angebot vorlegen wird.

Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die die  Kanadier am Donnerstag anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen herausgegeben haben. Darin heißt es in einem sehr konzilianten Ton, dass man trotz der Ablehnung des Angebots durch K+S nach wie vor davon überzeugt sei, dass die freundliche Offerte die Interessen von Investoren und Aktionären sowie von Mitarbeitern und betroffenen Regionen widerspiegele. Man werde weiterhin das konstruktive Gespräch mit K+S suchen. Das schließe auch Vereinbarungen zum Erhalt deutscher Standorte und zur Beschäftigungssicherung ein.

Wie berichtet, will Potash 41 Euro je Aktie zahlen. Bei 191,4 Millionen Anteilscheinen kämen 7,85 Milliarden Euro zusammen, zuzüglich etwa zwei Mrd. für Schulden und die Rückzahlung einer Anleihe. Dass Tilk offen ließ, ob Potash eine formelles Angebot macht, interpretierten die Anleger am Donnerstag als möglichen Rückzug. Die K+S-Aktie verlor bis bis 15 Uhr 2,4 Prozent auf 35,25 Euro.

Unterdessen ist der Überschuss von Potash im ersten Halbjahr leicht gesunken und zwar um drei Prozent auf 718 Millionen Euro. Damit blieben die Kanadier unter den Erwartungen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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