Keine Mehrheit für Kasseler Baustadtrat in drei Wahlgängen

Christof Nolda (Grüne) fällt als Baudezernent in Potsdam durch

Christof Nolda

Kassel/Potsdam. Das ist eine handfeste Überraschung: Der Kasseler Baustadtrat Christof Nolda wird nicht neuer Baudezernent von Potsdam.

Der Grünen-Politiker ist am Mittwochabend in der Stadtverordnetenversammlung der brandenburgischen Hauptstadt in drei geheimen Wahlgängen durchgefallen. Daran ist die Potsdamer Koalition zerbrochen.

Der 54-Jährige holte maximal 24 Stimmen und hatte in jedem Wahlgang mindestens 29 Stadtverordnete gegen sich. Nach dem dritten Versuch gab Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) auf, das seit über einem Jahr vakante Amt mit Nolda zu besetzen.

Nolda hatte sich gegenüber der HNA selbst als „aussichtsreicher Kandidat“ für den Posten bezeichnet. Laut Potsdamer Zeitung hatte sich die Rathauskooperation aus SPD, CDU, Grünen und Demokraten mit ihren 32 Stimmen auf den gebürtigen Karlsruher geeinigt.

Trotzdem hat es für Nolda nicht gereicht. Was passiert ist, wisse Nolda auch noch nicht, sagte er am Mittwochabend in einer ersten Stellungnahme gegenüber der HNA: „Bis vor Kurzem schien meine Wahl klar zu sein.“

Als erste Reaktion haben die Grünen kurz nach der gescheiterten Wahl die Rathauskooperation verlassen, berichtet die Märkische Allgemeine. Oberbürgermeister Jakobs hat damit keine Mehrheit mehr.

Für Nolda sollte der Wechsel nach Potsdam der Ausweg aus Kassel sein, wo er seit Jahren in der Kritik steht. Seine Amtszeit läuft Ende 2017 aus, eine Mehrheit für eine Wiederwahl gibt es derzeit nicht.

„Jede Wahl hat ihr Risiko. Welche Konsequenzen das für mich hat, weiß ich noch nicht“, sagte Nolda gestern Abend gegenüber der HNA. Er habe sich aber noch nicht aus Kassel verabschiedet. „Ich werde meinen Job verantwortungsvoll ausfüllen“, kündigte Nolda an.

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