Ergebnisse von Prof. Dr. Oliver Gross helfen Patienten mit dem Alert-Syndrom

Preis für Göttinger Nierenforscher Prof. Dr. Oliver Gross

Prof. Dr. Oliver Gross

Göttingen. Prof. Dr. Oliver Gross aus der Abteilung Nephrologie und Rheumatologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) den Präventionspreis der Deutschen Stiftung Innere Medizin (DSIM) verliehen bekommen.

Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde Prof. Gross am Sonntag während des Internistenkongresses in Wiesbaden von Prof. Dr. Manfred Weber übergeben.

Der Preis würdigt zwei europaweite Beobachtungs-Studien von Oliver Gross zur Wirksamkeit von sogenannten ACE-Hemmern bei Kindern mit Alport Syndrom. In seinen Arbeiten fand der Göttinger Mediziner heraus, dass diese eigentlich zur Bluthochdrucktherapie zugelassenen Medikamente Nierenschäden oft um viele Jahre hinauszögern können und auch gesunde Träger der vererbbaren Krankheit von einer vorbeugenden Behandlung profitieren.

Oliver Gross sammelte europaweit Daten über drei Generationen von Alport-Familien. In der ersten von der DGIM ausgezeichneten Studie verglich er die Nierenfunktionswerte behandelter Kinder mit den Werten ihrer unbehandelten Eltern und Großeltern.

Er fand heraus, dass ein früher Beginn der Behandlung den Beginn der Dialyse durchschnittlich vom 22. auf das 40. Lebensjahr verzögert. Durch die frühzeitige Therapie verbessert sich die eingeschränkte Lebenserwartung der Kinder. (tko)

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