Interview: Girls’-Day-Teilnehmerinnen über Träume, Vorstellungen und Karla Kolumna

„Prinzessin ist kein Beruf“

Sport, Comics und Promis: Nike Kaps (14), Julia Bonic (14), Isabell Haberstock (14, alle drei Grotefend-Gymnasium, Hann. Münden) und Katharina Colditz (11, Engelsburg) haben eine klare Vorstellung von guten Themen für eine Zeitung. Foto: Ludwig

Kassel. Die für den Beruf nötige Neugier haben sie schon mal: Neun Schülerinnen waren gestern zum Mädchen-Zukunftstag Girls’ Day bei der HNA zu Gast, um sich ein Bild vom Beruf des Journalisten zu machen. Wir sprachen mit vier von ihnen darüber, wie sie sich eine gute Zeitung vorstellen, welchen Star sie gern mal interviewen würden und was ein Journalist eigentlich den ganzen Tag so macht.

Beim Girls’ Day geht es darum, dass Mädchen ausprobieren können, welcher Beruf ihnen Spaß machen könnte. Habt ihr denn einen Traumjob?

Isabell: Fotografin.

Julia: Journalistin – aber am liebsten Reporterin beim Fernsehen.

Nike: Ich wollte früher immer Barbie oder Prinzessin werden. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass Prinzessin kein Beruf ist. Jetzt habe ich noch keine andere Idee.

Katharina: Ich wäre gern Tierfotografin.

Warum seid ihr zum Girls’ Day zur HNA gekommen?

Nike: Um zu sehen, wie es bei einer Zeitung wirklich abläuft. Manche sagen, es sei so stressig da – die rasenden Reporter.

Katharina: Ja, genau wie Karla Kolumna bei „Benjamin Blümchen“, die hat ja auch nie Zeit zum Reden. Die ist immer mit ihrem Roller unterwegs.

Morgens ist es jedenfalls nicht stressig, viele Journalisten fangen nicht vor 10 Uhr an zu arbeiten.

Katharina: Da kann ich ja endlich ausschlafen.

Julia: Entspannt anfangen, lange im Bett bleiben – das klingt nach meinem Traumjob.

Was glaubt ihr denn, was ihr als Journalisten nach dem Ausschlafen zu tun habt?

Julia: Draußen gucken, was so los ist.

Isabell: Sachen überlegen, die man in einen Artikel schreibt und Leute interviewen.

Wen würdet ihr gern mal für ein Interview treffen?

Julia: Klaas-Jan Huntelaar, den Fußballer von Schalke. Ich bin Schalke-Fan. Ich würde gern wissen, wie sein Leben als Fußball-Star so ist, wie sein Tag aussieht und wie stressig das alles ist.

Schreibt ihr gern?

Julia: Nike schreibt gern Liebesgeschichten. (Nike wird ein bisschen rot im Gesicht.)

Was sind das für Liebesgeschichten, Nike? Schreibst du über Paare, die sich verlieben?

Nike: Nee, da geht’s auch um Stress. Es kann ja nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Aber am Ende vertragen sie sich immer wieder.

Wenn ihr eure eigene Zeitung machen könntet, welche Themen würden da drinstehen?

(Die Mädchen beraten sich kurz.)

Isabell: Sport, Geschichten über Stars, Comics und was in der Region los ist mit Kinoprogramm, Konzerten und so. Über Politik und langweilige Sachen würden wir nicht so viel schreiben. Wer sich für Wirtschaft interessiert, soll sich eine andere Zeitung kaufen.

Was lesen eure Eltern gern in der Zeitung?

Alle: Mein Vater liest Sport.

Katharina: Männer lesen meist Sport und die Mütter die ganze Zeitung.

An welche Zeitungsmeldung, die ihr zuletzt gelesen habt, könnt ihr euch erinnern?

Julia: Da war eine Tasche mit Leichenteilen, die gefunden wurde. Ich lese eigentlich nur, was vorn auf der Zeitung draufsteht und wenn die Überschrift spannend ist.

Katharina: Dass so ’ne Maddie seit fünf Jahren vermisst wird und es jetzt wieder Hoffnung gibt.

Von Bastian Ludwig

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