Ein Kommentar zu Katastereinträgen

"Misstrauen verständlich" - Vermesser ohne Auftrag

Anbauten, Garagen und Wintergärten müssen vermessen und im Kataster erfasst werden - das wissen viele Hauseigentümer nicht. Freie Vermessungsbüros versuchen daraus Kapital zu schlagen. Ein Kommentar.

"Immer wieder machen dubiose Firmen Schlagzeilen, weil sie arglose Hauseigentümer mit scheinbar günstigen Angeboten über den Tisch ziehen. Kein Wunder, dass die Schreiben der privaten Vermessungsbüros mit dem Angebot, den versäumten Katastereintrag gegen Geld für sie nachzuholen, zunächst einmal Argwohn hervorrufen. Denn viele Hauseigentümer wissen offenbar nicht, dass sie Garagen und Anbauten vermessen lassen und melden müssen. Das Misstrauen, dass sie den privaten Vermessern entgegenbringen, ist deshalb verständlich.

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Deren Vorgehensweise mutet in der Tat befremdlich an. Dass sie sich Aufträge an Land ziehen, lässt sich nicht von der Hand weisen. Daran wird sich auch nichts ändern, solange sie auf eigene Faust und ohne offiziellen Auftrag unterwegs sind. Das für die Katasterführung zuständige Amt für Bodenmanagement wäscht seine Hände in Unschuld, profitiert am Ende aber von dem Einsatz der privaten Vermesser - auf Kosten verunsicherter Eigentümer. Ehrlicher wäre es, wenn die Privaten offiziell vom Amt beauftragt würden."

els@hna.de

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