Privater Investor will in Nord-Holland Wohnungen mit 90 Plätzen bauen

Vier Häuser mit Platz für über 90 Studenten: Wenn alles glatt läuft, soll der Gebäudekomplex Ende 2015 fertig sein. Ansicht: BSH Architekten

Kassel. Nur einen Steinwurf vom Campus entfernt will ein privater Bauherr an der Sickingenstraße eine Häuserzeile mit 33 Studentenwohnungen mit über 90 Plätzen errichten.

Dafür sollen zwei bestehende Gebäude saniert und umgebaut werden, zwei Neubauten werden sich an der Ecke zur Wolfhager Straße anschließen. Das Bauunternehmen Krieger + Schramm mit Sitz in Dingelstädt/Thüringen, das auch eine Niederlassung in Lohfelden hat, investiert etwa drei Millionen Euro in das Vorhaben.

Wenn das Planungs- und Genehmigungsverfahren glatt läuft, sollen die Bauarbeiten im Herbst beginnen, sagt der Kasseler Architekt Joachim Schander (BSH Architekten), der die Pläne mitentwickelt hat. Ende 2015 könnte das Studentenwohnheim dann bereits fertig sein. Interessenten dürfte es ausreichend geben: An der Kasseler Universität sind inzwischen fast 23 000 Studenten eingeschrieben. Zu Semesterbeginn haben viele Schwierigkeiten, eine Wohnung auf dem sich verknappenden Markt zu finden.

Im Ortsbeirat Nord-Holland stellten Architekt Schander und Städtebauarchitektin Sonja Rühling (Planungsbüro pwf) das Bauvorhaben „Studieren am Schillertor“ vor. In den beiden bestehenden dreigeschossigen Gebäuden sollen 15 Wohnungen entstehen. Derzeit befinden sich in den Bauten ein Sportstudio, das dann ausziehen muss, und Wohnungen, die nach Angaben der Planer aber leerstehen. In den beiden Neubauten, die sich treppenartig mit vier und fünf Geschossen anschließen, kommen weitere 18 Wohnungen hinzu.

Hier wird bald kräftig investiert: Das Unternehmen Krieger + Schramm will an der Sickingenstraße/Ecke Wolfhager Straße für drei Mio. Euro eine Häuserzeile mit 33 Studentenwohnungen errichten. Das Gebäude, in dem derzeit das Sport-Center ist, und das Nachbarhaus werden saniert und umgebaut. Foto: Malmus

Die Größe der Wohnungen variiert von einem bis vier Zimmern, sodass in der Wohnanlage in unmittelbarer Uni-Nähe mehr als 90 Studenten leben können. Mit der Stadt Kassel ist vereinbart, dass die Appartements ausschließlich an Studierende vermietet werden.

Neben den Gebäuden wird auch das Umfeld neu gestaltet: Im Hinterhof soll eine Grünfläche mit fünf Bäumen angelegt werden, außerdem entstehen dort fünf Parkplätze. Die Stellplätze an der Straße werden auf 18 verdoppelt, dazwischen werden weitere fünf Bäume gepflanzt. Laut Stellplatzsatzung müsste der Bauherr eigentlich 33 Parkplätze vorhalten. Weil bei den studentischen Mietern aber von weniger Autos ausgegangen wird, habe die Stadt die reduzierte Zahl genehmigt.

Das Gros des Ortsbeirats Nord-Holland war angetan von dem Vorhaben. Einzig Hannes Volz (Grüne) kritisierte vehement die Verschmälerung des Bürgersteigs auf zwei Meter. Er scheiterte mit mehreren Anträgen - unter anderem forderte er eine Bebauung mit elf Souterrain-Reihenhäusern - an der Mehrheit der Stadtteilparlamentarier.

Die meisten schlossen sich der Einschätzung des Architekten an, dass das Vorhaben eine „städtebauliche Aufwertung“ für das Schillerviertel sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.