Kaltmiete liegt bei nur 5,20 Euro pro Quadratmeter

Trotz Mietsteigerung in Kassel: In diesen Wohnungen lebt es sich günstig

+
Eine Umfrage unter Kasseler Vermietern hat selbst Experten überrascht. Demnach wollen viele Wohnungseigentümer gar nicht den letzten Cent rausholen.

Auch in Kassel sind die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Doch bei Privatvermietern lebt es sich immer noch günstig, wie nun eine Umfrage ergeben hat.

Bei privaten Haus-und Wohnungseigentümern in Kassel können Mieter trotz der Mietsteigerungen der vergangenen Jahre günstig wohnen. Laut aktueller Vermieterbefragung von Haus & Grund liegt die Miethöhe bei privaten Vermietern im Durchschnitt 22,3 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete in Kassel. Das bedeutet: Statt einer Kaltmiete von etwa 6,50 Euro pro Quadratmeter wären bei einem privaten Vermieter nur rund 5,20 Euro zu zahlen.

Der Zentralverband der Deutschen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer hatte im Bereich Kassel rund 300 Vermieter mit 900 Wohnungen befragt. Das Ergebnis überraschte auch den Kasseler Haus- und Grundeigentümerverband, der insgesamt 3800 Mitglieder mit rund 23.000 Mietwohnungen hat. „Die meisten Vermieter wollen gar nicht den letzten Cent rausholen“, sagt Verbandschef Wolfram Kieselbach. Zufriedene Mieter, ein gutes Mietverhältnis und pünktliche Mietzahlungen seien vielen Vermietern wichtiger, als Spitzeneinnahmen zu erzielen. Bundesweit lag die Miethöhe der Privaten lediglich 2,8 Prozent unter den Vergleichsmieten.

Weiteres Ergebnis der durchaus repräsentativen Untersuchung: In 57 Prozent der erfassten Mietverhältnisse gab es im Mietzeitraum überhaupt keine Mieterhöhung. Im Durchschnitt wurde von den privaten Vermietern seit 5,7 Jahren keine Mieterhöhung mehr ausgesprochen.

Die Privaten seien demnach „keine geldgierigen Miethaie, keine hinterlistigen Abzocker und auch keine Herausmodernisierer“, erklärt Kieselbach. 71,6 Prozent der Vermieter seien mit den aktuellen Mietverhältnissen zufrieden und kämen mit ihren Mietern gut aus.

Kassel ist eine Mieterstadt. Von den etwa 105.000 Wohnungen in 31.000 Gebäuden ist nur ein Viertel von den Eigentümern bewohnt. 23.000 Wohneinheiten gehören den vier großen Wohnungsgesellschaften.

Jörg Steinbach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.