Eröffnung am Samstag, 10 Uhr

Probeschwimmen im Auebad: „Richtig schön und edel“

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Begeistert vom neuen Auebad: HNA-Redakteurin Ulrike Pflüger-Scherb genoss als Testschwimmerin Freitag Mittag das leere Außenbecken.

Kassel. So wird es wohl nie wieder sein. Freitagmittag, 13.15 Uhr, das Schwimmerbecken unter freiem Himmel im neuen Auebad ist leer. Hinter einer Schnur, die als Abtrennung dienen soll, tummeln sich nur einige Personen in der in das Becken gebauten Schnecke und haben Spaß.

Ich kann fast 500 Meter schwimmen, ohne dass mir jemand entgegen, geschweige in die Quere kommt. Traumhaft.

Die Teilnahme am Testschwimmen für das neue Auebad ermöglicht mir diesen Luxus im Schwimmbecken. Vor allem mit so viel Platz macht es einfach Freude, endlich in dem neuen Außenbecken schwimmen zu können.

Ulla Wiegand und ihr Mann Werner aus Vellmar, die zu den insgesamt 1300 geladenen Testschwimmern gehören, finden das neue Bad „super“. Sie sonnen sich in einem Strandkorb. Ulla Wiegand befürchtet nur, dass das Außenbecken zu wenig Platz bietet, wenn das Bad wirklich voll ist. So wie an diesem Wochenende wohl. „Das hätte ruhig fünf Meter breiter werden können.“

Wer richtig schwimmen will, muss wohl im Hochsommer morgens kommen. Einen fairen Frühschwimmertarif für 2,50 Euro gibt es ja. Vielleicht fassen sich der Bäderdezernent und der Werke-Vorstand noch ein Herz und öffnen das Bad für Berufstätige eine Stunde früher: um 7 statt um 8 Uhr.

Aber es gibt keinen Grund zum Jammern: Schwimmer können immer noch nach innen ausweichen. Das 50-Meter-Becken im Hallenbad ist der Hammer.

Jörg Kaufmann aus Kassel hat es schon getestet. Für seine Tochter, die derzeit im Urlaub ist. Sie ist Leistungsschwimmerin und wird hier demnächst trainieren. Kaufmann ist nicht nur von dem Becken begeistert, sondern auch von der Lage des Bades an der Fulda. Mit Blick auf die kontroverse Diskussion im Vorfeld sagt er: „Die haben schon den richtigen Standort gewählt.“ Seine Frau Elke findet, dass das Bad sehr schön geworden ist.

„Richtig geil“, lautet der Kommentar von Dennis Kersten aus Kassel, der sich mit seinen Freunden im Springerbecken aufhält. „Die Anlage, die Rutsche, das Essen. Eigentlich ist alles gut.“

Apropos Essen - ein Blick in das Restaurant muss sein: Die Pommes sehen zwar lecker aus, müssen nach 1000 Metern Brustschwimmen aber nicht unbedingt sein. Ich verlasse mich da ganz auf Karl, Jannik und Jan, drei 15-Jährige, die mir versichern, dass sie gut schmecken. Der Kommentar der Teenager zum neuen Bad: „Sehr edel.“

Wenn ich mir die Pommes schon verkneife, so lasse ich mir einen anderen Spaß nicht entgehen und reihe mich in die Schlange hinter den Kindern und Teenagern ein. Ein freundlicher Mitarbeiter der Städtischen Werke schiebt mich an und ab geht es durch die lange Wasserrutsche. Ein herrlicher Freitagmittag.

Bilder des Probeschwimmens

Probeschwimmen im Auebad

Die Preise für das Auebad

Der ganztägige Eintritt in der Freibad-Sommersaison – inklusive Nutzung des Hallenbades – beträgt für Kinder und ermäßigt 4,50 Euro und für Erwachsene 5,50 Euro. Eine Familienkarte für vier Personen kostet 15 Euro. Neu ist der Frühschwimmertarif für 2,50 Euro von acht bis 9.40 Uhr. Dann wird das Bad kurz geschlossen, damit alle Frühschwimmer gehen. Um 10 Uhr wird wieder geöffnet.

Eintrittspreise für die Wintersaison: Kinder und ermäßigt zahlen 3 Euro (1,5 Stunden), 4,50 Euro (3 Stunden) und 6 Euro (Tageskarte). Erwachsene 4 Euro (1,5 Stunden), 5,50 Euro (3 Stunden) und 7 Euro (Tageskarte). Familien mit bis zu vier Personen zahlen 15 Euro (3 Stunden) und 18 Euro (Tageskarte).

Für die Parkplätze, die 150 Meter rechts und links vom Auebad liegen, wird eine Gebühr erhoben: 20 Cent für eine Parkdauer bis zu einer halben Stunde; 50 Cent für eine Stunde; ein Euro für bis zu eineinhalb Stunden; 1,50 Euro für bis zu zwei Stunden, drei Euro für bis zu fünf Stunden und vier Euro für eine Parkzeit bis zu zehn Stunden.

Ein Rundgang durch das neue Auebad

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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