13-Jähriger mit großer krimineller Energie

Probleme mit jugendlichen Intensivtätern: In manchen Fällen wenig Hoffnung

Kassel. Trotz intensiver Betreuung im Projekt Basu21 kann die Polizei nicht jeden Jugendlichen von der schiefen Bahn holen. Das zeigt das erschreckende Beispiel eines 13-Jährigen, der trotz seines jungen Alters eine Vielzahl von Straftaten begangen hat.

Im Dezember hatte er gemeinsam mit einem 14-Jährigen im Stadtteil Brasselsberg versucht, einer 83-Jährigen die Handtasche zu rauben. Die alte Dame wehrte sich allerdings erfolgreich.

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Nach Informationen der HNA hatte die Polizei bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Versuche unternommen, den Jugendlichen auf den rechten Weg zu bringen. So soll sich der 13-Jährige zeitweise auch in einer speziellen Einrichtung für Intensivtäter aufgehalten haben.

Doch auch dort sei man nicht mit ihm fertig geworden. Der Versuch wurde abgebrochen. Hoffnung, den 13-Jährigen noch auf den rechten Weg zu bringen, gibt es kaum.

Bei dem Projekt Basu21 sind jedem der vier Sachbearbeiter persönlich Jugendliche zugeteilt. Werden diese Teilnehmer erneut straffällig, wird versucht, sie unter anderem durch Gespräche von dem begangenen Unrecht zu überzeugen, damit langfristig ein Umdenken stattfindet.

In vielen Fällen stammen die 33 Jugendlichen, um die sich das Projekt Basu21 kümmert, aus einem problembehafteten Umfeld, sagt Polizeisprecher Torsten Werner. Soziale und familiäre Probleme sind allerdings nicht die Regel.

Während der einjährigen Betreuung durch Basu21 sind sechs Jugendliche nicht mehr straffällig geworden. Die Mehrheit der 33 jungen Menschen hat weniger als vier Straftaten begangen. „Diese positive Entwicklung zeigt, wie wichtig der unmittelbare Kontakt zu den Jugendlichen ist“, sagte Polizeipräsident Eckhard Sauer. (clm)

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