Stillstand und Streiks

K+S hat Probleme im neuen Bergwerk in Kanada

Kassel. Berichte über Probleme in der neuen Kali-Mine im kanadischen Bethune haben der Aktie von K+S am Dienstag einen kräftigen Dämpfer versetzt.

Die Papiere verloren in einem äußerst schwachen Marktumfeld bis zum Abend 1,95 Prozent auf 22,11 Euro.

In einem Interview hatte der fürs operative Geschäft zuständige Vorstand Mark Roberts gegenüber dem Handelsblatt Probleme im neuen Bergwerk eingeräumt und Belastungen auf das Ergebnis im Ende Juni zu Ende gehenden zweiten Quartal angekündigt. Auf die Jahresprognose habe das allerdings keine Auswirkungen, sagte er.

In der vergangenen Woche stand das Werk wegen einer Reparatur an einem Schornstein vier Tage still. Zuvor hatten Streiks sowie Personal- und Materialengpässe bei der Bahngesellschaft Canadian Pacific, die das Kali von Bethune zur Verschiffung zum Verladehafen Vancouver bringt, K+S zeitweise ausgebremst. Überdies gibt es laut Roberts Qualitätsprobleme bei dem aufgearbeiteten Kali. Ein K+S-Sprecher betonte auf HNA-Anfrage, dass es sich dabei um „normale Schwierigkeiten“ beim Anfahren der neuen Großanlage handele. „Das kriegen unsere Techniker aber in den Griff“, sagte er.

Die Produktionsrückstände sollten im dritten und vierten Quartal aufgeholt werden. Die Nachfrage sei robust und der Kalipreis bewege sich seit Monaten nach oben, heißt es. Derzeit erzielt K+S beispielsweise in Brasilien gut 300 Dollar je Tonne. Vor einem Jahr lag dieser Preis noch bei 250 bis 260 Dollar. (jop)

Rubriklistenbild: © dpa-avis/Uwe Zucchi/Archiv

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.