Lob für Uni-Präsidenten

Prof. Postlep zieht vor Stadtverordneten mit eindrucksvollen Zahlen Bilanz

Die Uni wächst und wächst: Unser Luftbild zeigt den Campus Nord, auf dem unter anderem der Science Park (rechts oben) und ein neues Studentenwohnheim (lang gezogenes Gebäude in der Mitte) entstanden sind. Im linken Teil des Bilds neben den roten Dächern das neue Hörsaal- und Campus-Zentrum. Fotos: Schachtschneider, Koch

Kassel. Mit eindrucksvollen Zahlen hat sich Prof. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel, am Montagabend von den Kommunalpolitikern verabschiedet.

In seiner 15-jährigen Amtszeit ist die Kasseler Hochschule stetig gewachsen und sei nun auf einem Niveau mit den Unis in Gießen, Marburg und Darmstadt, sagte Postlep zum letzten Mal als Gastredner in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung. Ende September geht er in den Ruhestand.

Die Zahl der Studierenden sei seit 2005 um 40 Prozent auf nun knapp 24 000 gestiegen. 2800 davon kämen inzwischen aus dem Ausland – ein Trend, den Postlep befürwortet. „Die Internationalisierung muss weitergehen.“ Für gut 6000 Menschen ist die Uni Kassel inzwischen Arbeitgeber: Davon sind 3300 direkt Beschäftigte, hinzu kommen etwa 1700 studentische Hilfskräfte sowie etwa 1000 Lehrbeauftragte.

Rolf-Dieter Postlep

Mit einem weiteren massiven Wachstum sei künftig vorerst nicht zu rechnen, sagte Postlep. Die nächsten Jahre stünden im Zeichen der Konsolidierung. Dazu sieht er die Kasseler Uni gerade finanziell gut aufgestellt. Möglich sei das in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen durch den Hochschulpakt. Das nun hohe Finanzniveau mit einem Haushaltsvolumen von 280 Millionen Euro sei dem Wachstum der vergangenen Jahre geschuldet, was durch „Einmal-Effekte“ bedingt sei, sagte Postlep. Ursachen seien die geburtenstarken Jahrgänge, die an die Hochschulen drängten. Hinzu kamen die doppelten Abitur-Jahrgänge. Mit Blick auf die Landespolitik sprach sich der Uni-Präsident für eine dauerhaft höhere Finanzausstattung der Hochschulen aus.

Doch die Kasseler Uni sei von sich aus auch wettbewerbsfähiger geworden. Als Beleg führte Postlep das Volumen der eingeworbenen Forschungs-Drittmittel an, das aktuell bei 54 Millionen Euro liege. Das sind 91 Prozent mehr als vor zehn Jahren, als es nur 28 Millionen Euro waren.

Durchaus stolz sprach Postlep vom guten Image der Uni in der Region, die das Wachstum maßgeblich mitgetragen habe. „Ich konnte mich immer darauf verlassen, dass meine Stadt hinter mir steht“, sagte der Uni-Präsident und dankte damit ausdrücklich Vertretern aller Parteien. So sei ihm die Ausdehnung der Uni stets auch als Teil der Stadtentwicklung wichtig gewesen.

Für seine Rede bekam Postlep viel Applaus. Redner aller Fraktionen lobten seine Leistung, die Kassel zu einer Uni-Stadt gemacht habe.

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