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Umstrittene Äußerungen zur Ehe für alle: Geradezu menschenverachtend

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Von: Katja Rudolph

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ARCHIV - Demonstranten protestieren am 27.01.2013 in Paris für die Legalisierung der Ehe für homosexuelle Paare. Der Weg für die Einführung der Homo-Ehe ist in Frankreich so gut wie frei. Foto: Etienne Laurent/epa (zu dpa «Homo-Ehe in Frankreich hat Parlamentsmehrheit - Protest angekündigt» vom 10.04.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ |
Banner für die "Ehe für alle": Undifferenzierte und abfällige Formulierungen eines Kasseler Professors. © Archivbild

Der Kasseler Professor Kutschera hat homosexuelle Paare als "sterile Erotik-Duos ohne Reproduktionspotential" bezeichnet. Warum das geradezu menschenverachtend ist - unser Kommentar.

Für Laien lässt sich kaum nachvollziehen, inwiefern die Ausführungen des Kasseler Biologie-Professors zu Homosexualität und nicht-biologischer Elternschaft wissenschaftlich seriös sind. Kompetenz in Sachen Evolution und Genetik wird man Ulrich Kutschera, der sich auch international einen Namen als Forscher gemacht hat, nicht absprechen können. Statt sich aber mit sachlichen Beiträgen in die gesellschaftliche Debatte einzubringen, disqualifiziert sich der Wissenschaftler mit der Art und Weise seiner Äußerungen selbst.

Seine undifferenzierten und abfälligen, ja geradezu menschenverachtenden Formulierungen verletzen nicht nur die Regeln der Wissenschaft, sondern auch des Respekts vor anderen. Mit solchen Provokationen verschafft sich der Wissenschaftler zwar die maximale Aufmerksamkeit. Sie schaden aber zugleich seinem Ruf und dem der Uni Kassel.

Man kann darüber streiten, ob Mann und Frau, Homo und Hetero in jeder Hinsicht gleich sind. Dass sie grundsätzlich die gleichen Rechte verdienen, sollte im 21. Jahrhundert nicht mehr zur Debatte stehen. 

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