Professoren geben Rückhalt

Offener Brief: Hochschulmitglieder verteidigen Nolda

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Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne)

Kassel. Elf Mitglieder der Universität Kassel haben sich mit einem Offenen Brief an die Stadtverordneten hinter den Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) gestellt. Die Unterzeichner, darunter neun Professoren, gehören dem Institut für Urbane Entwicklungen an.

In dem Brief äußern die Professoren Unverständnis über die Rücktrittsforderungen gegen Nolda, die in der HNA veröffentlicht wurden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass solche Forderungen aufgrund eines Projektes wie der Umgestaltung der Wilhelmshöher Allee entstünden. Dieses sei noch in einer frühen Vorbereitungsphase.

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Zudem habe die Wihelmshöher Allee in ihrem westlichen Teil ohnehin derzeit nur zwei Fahrstreifen. Die Überlegungen zu ihrem Umbau zielten darauf ab, die Straße für Fußgänger und Radfahrer attraktiver zu machen. „Genau dies hat die inzwischen mit zum Welterbe gehörende Straße bitter nötig, damit sie sich zu einem Boulevard europäischen Rangs weiterentwickeln kann“, heißt es in dem Brief.

Die Strategie, die Aufenthaltsqualität in Kassels Straßen zu verbessern, zeige Erfolge. Der Umbau der Goethestraße, der 2014 mit dem Deutschen Städtepreis ausgezeichnet wurde, sei ein Beleg.

In einer Stadt, in der wegen des Bevölkerungswachstums Wohnungen knapper werden, seien gerade weniger wohlhabende Menschen darauf angewiesen, an Hauptverkehrsstraßen zu wohnen. Politik und Verwaltung hätten die Verantwortung, dort die Wohn- und Lebensqualität zu sichern. Dies gelte etwa auch für die Holländische Straße und die Kurt-Wolters-Straße.

„Wir fordern angesichts der komplexen Herausforderungen, die Kassel bewältigen muss, eine Rückkehr zur konstruktiven Sacharbeit“, schreiben die Professoren. Und weiter: „Wir fordern alle Fraktionen dazu auf [...] sich der Stimmungsmache für eine unsoziale und einseitige Vorherrschaft des Automobils zu enthalten.“

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