Heute Protest für Ai Weiwei - Demonstranten sollen Stuhl mitbringen

documenta-Künstler: Der Chinese Ai Weiwei. Foto: nh

Kassel. Zu einer Solidaritäts-Demonstration "Freiheit für Ai Weiwei" ruft das soziokulturelle Zentrum "Die Werkstatt" gegenüber der Kasseler Stadthalle für heute 19 Uhr auf. In Anlehnung an Weiweis documenta-Aktion 2007 wird jeder Teilnehmer gebeten, einen Stuhl mitzubringen.

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Seit zwei Wochen fehlt von dem am Flughafen Peking verhafteten chinesischen Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei jede Spur. Darauf möchte Kassels Kulturszene am Dienstagabend aufmerksam machen.

Ai Weiwei sorgte auf der vergangenen documenta mit seiner Aktion „fairytale“, für die er 1001 Chinesen nach Kassel holte, und seiner Skulptur „Template“ aus Türen abgerissener chinesischer Häuser für Aufsehen. Ebenso brachte er 1001 alte Stühle aus abgerissenen Häusern seines Heimatlandes als Ruhepole in die Weltkunstausstellung ein. In China selbst darf die Kunst des Bildhauers, Malers, Konzeptkünstlers und Menschenrechtsaktivisten nicht gezeigt werden.

Demonstranten werden gebeten, in Anlehnung an die viel diskutierte Arbeit Ai Weiweis als sichtbares Zeichen ihres Protestes einen Stuhl mit zur Werkstatt (Friedrich-Ebert-Str. 175)zu bringen. Die Stühle können dort von dem Künstler Zaki Al-Maboren gestempelt und anschließend wieder mit nach Hause genommen werden.

Zusätzlich ruft das Organisationsteam der Werkstatt dazu auf, sich in eine Wandzeitung nach chinesischem Vorbild einzutragen. Diese Wandzeitung soll an die chinesische Führung weitergeleitet werden.

Ai Weiwei bei der documenta 12

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