Prozess gegen Göker und Ex-MEG-Vorstand: Gericht prüft nun 2000 Verträge

Kassel. Die Prozesswelle gegen Mehmet Göker und führende Mitarbeiter des insolventen Versichungsvermittlers MEG rollt weiter. Am Dienstag gab es eine Verhandlung vor der 7. Zivilkammer des Kasseler Landgerichts.

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Die Hallesche Versicherung will von Göker und den früheren Vorstandmitgliedern Patrick Drönner und Alexander B. insgesamt rund 1,5 Millionen Euro an gezahlten Bonifikationen und Provisionsvorschüssen zurückhaben. Gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Björn K., Nosa Idehen und Peter Eulitz gab es bereits Teilversäumnisurteile. Das sind Urteile, die gefällt werden, wenn eine Partei in der mündlichen Verhandlung fehlt.

Weitere Urteile gab es am Dienstag nicht. Zunächst müssen nun 2000 Versicherungsverträge, die die MEG für die Hallesche vermittelt hatte, geprüft werden. Dazu wird das Gericht eine Internetverbindung in die Zentrale der Versicherung schalten.

Einen von der Vorsitzenden Richterin Dr. Dreyer angeregten Vergleich lehnten die Beklagten ab. Der Anwalt von Mehmet Göker, Fabian Kaden: „Ich kann kein Angebot von Herrn Göker unterbreiten.“ Auch Alexander B., der als einziger von der MEG-Führungsriege persönlich erschienen war, lehnte einen Vergleich ab. Der Prozess wird am 6. September fortgesetzt.

Von Frank Thonicke

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