Prozess gegen Pfeffermann: Es ging um Türen

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Rainer Pfeffermann

Kassel. Mit dem 17. Verhandlungstag ging am Dienstag der Prozess gegen den früheren SPD-Bundestagskandidaten Rainer Pfeffermann weiter. Der Kommunalpolitiker muss sich wegen des Verdacht der sexuellen Nötigung zweier Frauen verantworten. Pfeffermann bestreitet die Vorwürfe.

Ein Professor des Kriminologischen Instituts der Uni Göttingen, in dem auch die 40-jährige Nebenklägerin arbeitet, konnte auch nur wenig zur Wahrheitsfindung beitragen. Er sollte mitteilen, ob die Türen in dem Institut verschlossen sind oder jeder in das Gebäude gelangen könnte. Eigentlich sollten die Türen verschlossen sein, manchmal seien sie aber auch offen, sagte der Kriminologe.

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Hintergrund dieser Zeugenaussage: Helmut Sohl, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende aus Fuldabrück, hatte im Pfeffermann-Prozess ausgesagt, ein Telefongespräch an der Arbeitsstätte der 40-jährigen Nebenklägerin zufällig mitgehört zu haben. In diesem Gespräch zwischen Pfeffermann und der Frau - der Lautsprecher der Telefonanlage sei angestellt gewesen - habe dieser alle Vorwürfe eingeräumt. Sohl hatte erklärt, in das Institut und vor das Büro der Frau gelangt zu sein, ohne zu klingeln.

Laut Axel Dohmann, dem Verteidiger von Pfeffermann, sei es nicht möglich gewesen, das Institut ohne Klingeln zu betreten. Deshalb hatte er den Beweisantrag gestellt, Professoren des Kriminologischen Instituts als Zeugen zu laden. (use)

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