500 Menschen vor der Orangerie

Cool, kalt und schön gruselig: Viele Kasseler guckten sich den Tatort gemeinsam an

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Wow Kassel: 500 verfolgten den Tatort vor der Orangerie.

Der Kassel-Tatort lief am Sonntag zur besten Sendezeit in der ARD. Viele Kasseler schauten sich den Krimi gemeinsam an.

Es schien, als wollte das Wetter gestern etwas zur Dramatik des Abends beitragen. Als die Tatort-Melodie erklang, war die Sonne über der Orangerie gerade verschwunden, das erhöhte den Gruselfaktor während des Public Viewings. 500 Menschen kamen laut Kassel Marketing, das die Veranstaltung mit Unterstützung der HNA und des Hessischen Rundfunks organisierte, zum gemeinsamen Krimi-Schauen. Der Grund war klar. In der Hauptrolle: Kassel.

Lotta schaut mit: Nadja Heß und Alex Ewers. Um auch den Hund zu sehen, klicken Sie oben rechts. 

Die Frankfurter Ermittler Paul Brix (gespielt von Wolfram Koch) und Anna Janneke (Margarita Broich) ermittelten erstmals in Kassel, das steigerte das Interesse. Sogar Lotta wollte sich das Ganze nicht entgehen lassen. Alex Ewers und Nadja Heß kamen aus Fuldabrück mit ihrem Hund in die Karlsaue. Während sich Ewers und Heß extra eine Liege mitgebracht hatten, machte es sich Lotta auf dem Rasen gemütlich.

Hier lesen Sie unsere Kritik zum Kassel-Tatort

Auf einer Decke saßen dort auch Pia Heidrich, Ruth Krause und Kim Schölch. Die Einschätzung der 18-Jährigen vor Beginn des Tatorts: „Es wird cool und ganz schön kalt.“ Deshalb hatten sie noch eine Reserve-Decke dabei. Und noch eine. Daneben aber auch Gummibärchen und jede Menge Snacks. So war alles gerichtet für einen Fernsehabend. Ihre Hoffnung: „Dass man viel von Kassel sieht.“ Der Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Interessant: Immer wenn Kassel später im Film erwähnt wurde, gab es Reaktionen – positive, negative. Manche lachten, wenn mal wieder ein Vorurteil über Kassel zu hören war, manche fühlten sich ein wenig veräppelt.

Es sollte cool werden und kalt: Pia Heidrich ( von links), Ruth Krause und Kim Schölch hatten Decken dabei.

Public Viewing im Theaterstübchen

Ortswechsel – und noch eine Beobachtung vorweg. Auf dem Weg zum Theaterstübchen kam der Eindruck auf, es würde gleich ein wichtiges Fußballspiel angepfiffen. Alle waren irgendwie auf dem Weg zum Tatort-Schauen. Der Film wurde auch in Kneipen gezeigt, im Kino – und eben im Theaterstübchen.

Dort gab es Anlass, eine Tradition wieder aufleben zu lassen: Bis vor zwei Jahren lud Markus Knierim jeden Sonntag zum gemeinsamen Krimi-Schauen ein. Nun wieder. Dafür verlegte er sogar das für 20 Uhr geplante Hanns-Eisler-Ensemble auf den Nachmittag, damit abends die Bühne frei für den Tatort war. Damals immer dabei, freute sich nun auch Angelika Großwiele aus Espenau über die Wiederauflage des geselligen Sonntagabend-Programms. „Ich bin gespannt, wie Kassel dargestellt wird“, sagte die 66-Jährige. Ihre Freundin Andrea Groß hat für den Tatort eigentlich nichts übrig. „Aber heute interessiert es mich auch.“

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Als der Film begann, herrschte Konzentration unter den 80 Gästen. Als es die ersten Wiedererkennungseffekte gab, setzte Flüstern ein. Für besondere Belustigung sorgten die abfälligen Bemerkungen der Frankfurter Kommissare über Kassel.

Auch Nastasja Krück und Karolina Kniest suchten an diesem Abend die Gesellschaft. „Als Erlebnis mit den anderen“, sagte Krück, die sonst lieber Serien bei Netflix streamt. Aber die Heimatliebe weckte dann doch das Interesse der 19-Jährigen, die hier geboren wurde. Ihre Mitbewohnerin hingegen lebt erst seit ein paar Tagen in der Stadt – aber guckt schon seit Jahren jeden Sonntag Tatort. „Ich will ja die Stadt kennenlernen, jetzt lerne ich sie halt durch den Tatort kennen“, sagte sie. Sie bekam einen besonderen Einblick.

Public Viewing in Kassel: Etwa 500 Menschen schauten gemeinsam Tatort

Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
nein © Andreas Fischer
Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Tatort Public Viewing : Etwa 500 Menschen gucken vor der Orangerie den Tatort „Das Monster von Kassel“.Foto: Andreas Fischer
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Umfrage: Wie hat Ihnen der Kassel-Tatort gefallen?

Wie hat den Menschen vor Ort der Kassel-Tatort gefallen? Wir haben uns gestern kurz nach Krimi-Ende vor der Orangerie umgehört.

Amelie Bauer (25), Kassel: Dafür, dass von Anfang an feststand, wer der Mörder ist, war es sehr spannend. Besonders gut hat mir Kommissarin Janneke gefallen. Sie hat so getan, als sei sie dusselig, war aber sehr gewieft.

Heiko Breidenbach (35), Vellmar: Es hat mir super gefallen, aber es ist mir ein Fehler aufgefallen. In Kassel gibt es keine Hamburger Allee.

Claudia Matuschek (43), Kaufungen: Die Handlung war toll und spannend und Kassel als Drehort wieder mal im Fokus. Allerdings wurden auf Kosten von Kassel zu viele Scherze gemacht.

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