Verein setzt sich mit Anstecker und Plakat für Straßenbahn zu Kassels Wahrzeichen ein

Pünktlich zur documenta: Neue Werbung für die Herkulesbahn

Humor- und stilvoll: Michael Schwab (von links), Julian Rossmeisl und Markus Heitkamp stellten ein Plakat und einen silbernen Anstecker vor, die für die Neue Herkulesbahn werben sollen.

Kassel. Mit einem Anstecker in 925er Silber und einem humorvollen Plakat will der Förderverein Neue Herkulesbahn Kassel für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 vom Druseltal zum Herkules werben.

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Seit zehn Jahren setzt sich der Förderverein für eine Straßenbahnverbindung zum Kasseler Wahrzeichen ein. Die Initiative soll einen Beitrag zum nachhaltigen Schutz des wahrscheinlich künftigen Welterbes leisten.

„Stadt und Land müssen an die verkehrliche Erschließung des Welterbes ebenso hohe Anforderungen stellen wie an das Welterbe selbst“, fordert Michael Schwab, Vorsitzender des Fördervereins. Dies bedeute vor allem, zum Schutz des Bergpark-Ensembles verstärkt auf umweltfreundliche Mobilität zu setzen.

Infos zur Herkulesbahn finden Sie auch im Regiowiki.

Das Plakat zeigt den Herkules, der der Stadt den Rücken kehrt und sich erst wieder umdrehen will, wenn die Straßenbahnverbindung verwirklicht worden ist. Schwabs Motividee hat der Kasseler Künstler Julian Rossmeisl in ein Öl-Gemälde umgesetzt. Die Typografie entwarf die Essener Grafikerin Johanna Unterberg.

Fotos: So war die alte Herkulesbahn

So war die alte Herkulesbahn

Der Silberpin zum Anstecken, der eine Straßenbahn vor der Silhouette des Herkules zeigt, stammt aus der Werkstatt des Kasseler Goldschmieds Markus Heitkamp. „Schon jetzt sei der Besucheransturm enorm“, sagt er. Das werde sich mit der documenta und dem Stadtjubiläum 2013 noch verstärken. Da liege der Ausbau des Straßenbahnnetzes zum Herkules auf der Hand. „Die Idee ist einfach gut“, sagt Heitkamp. Deshalb unterstütze er die Initiative.

www.neue-herkulesbahn.de

Auch für Schwab sind die steigenden Besucherzahlen ein wichtiger Faktor. „Das documenta-Jahr, das Stadtjubiläum und der Hessentag 2013, zu dem mehr als eine Million Besucher erwartet werden, kommen erst noch“, erklärt er. Es sei fahrlässig, dieses Potenzial für den öffentlichen Personennahverkehr nicht zu nutzen. Schwab hofft, dass Pin und Plakat die Sympathien für die Herkulesbahn noch verstärken. Die Initiative ist als eines der Jubiläumsprojekte für die 1100-Jahr-Feier im kommenden Jahr ausgezeichnet worden. Am 27. April 2013, genau 110 Jahre nach der Jungfernfahrt der ersten Straßenbahn zum Herkules, plant der Förderverein eine zweiwöchige Jubiläumsausstellung im Kasseler Rathaus.

Der Verkauf des Plakats startet am Aschermittwoch ab 17 Uhr mit einer Signierstunde Rossmeisls in der Caricatura im Kulturbahnhof. Das Plakat ist für zwölf Euro zu haben, der Silber-Anstecker für 39,90 Euro. Fünf Euro des Verkaufspreises gehen jeweils als Spende an den Förderverein Neue Herkulesbahn. Der silberne Anstecker wird bei Juwelier Heitkamp, Obere Königstraße 41, erhältlich sein.

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