Verein setzt sich mit Anstecker und Plakat für Straßenbahn zu Kassels Wahrzeichen ein

Pünktlich zur documenta: Neue Werbung für die Herkulesbahn

Humor- und stilvoll: Michael Schwab (von links), Julian Rossmeisl und Markus Heitkamp stellten ein Plakat und einen silbernen Anstecker vor, die für die Neue Herkulesbahn werben sollen.

Kassel. Mit einem Anstecker in 925er Silber und einem humorvollen Plakat will der Förderverein Neue Herkulesbahn Kassel für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 vom Druseltal zum Herkules werben.

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Seit zehn Jahren setzt sich der Förderverein für eine Straßenbahnverbindung zum Kasseler Wahrzeichen ein. Die Initiative soll einen Beitrag zum nachhaltigen Schutz des wahrscheinlich künftigen Welterbes leisten.

„Stadt und Land müssen an die verkehrliche Erschließung des Welterbes ebenso hohe Anforderungen stellen wie an das Welterbe selbst“, fordert Michael Schwab, Vorsitzender des Fördervereins. Dies bedeute vor allem, zum Schutz des Bergpark-Ensembles verstärkt auf umweltfreundliche Mobilität zu setzen.

Infos zur Herkulesbahn finden Sie auch im Regiowiki.

Das Plakat zeigt den Herkules, der der Stadt den Rücken kehrt und sich erst wieder umdrehen will, wenn die Straßenbahnverbindung verwirklicht worden ist. Schwabs Motividee hat der Kasseler Künstler Julian Rossmeisl in ein Öl-Gemälde umgesetzt. Die Typografie entwarf die Essener Grafikerin Johanna Unterberg.

So war die alte Herkulesbahn

Linie 13: Die Aufnahme aus den 1950er Jahren entstand an der Kreuzung zur Heinrich-Schütz-Allee. Damals war die Bebauung noch nicht so dicht wie heute. Man konnte noch nahezu ungestört über Kassel blicken. Alle Fotos auf dieser seite stammen aus dem Nachlass von Otto Schlarbaum.
Linie 13: Die Aufnahme aus den 1950er Jahren entstand an der Kreuzung zur Heinrich-Schütz-Allee. Damals war die Bebauung noch nicht so dicht wie heute. Man konnte noch nahezu ungestört über Kassel blicken. Alle Fotos auf dieser seite stammen aus dem Nachlass von Otto Schlarbaum. © 
So war die alte Herkulesbahn
Ende der Linie 13: Am 11. April 1966 rollte die Herkulesbahn zum letzten Mal durchs Druseltal. Die beiden Fahrzeuge konnten die vielen Menschen, die nochmal mitfahren wollten und sich an der Endstation dem Fotografen stellten, kaum aufnehmen. © Lengemann
So war die alte Herkulesbahn
 © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Von 1903 bis 1966 brachte sie die Fahrgäste zum Herkules und auch wieder zurück: Die Herkulesbahn, die hier auf einem Bild in den Anfangsjahren festgehalten wurde. © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Bergbahn-Idylle: Ein Zug der Herkulesbahn auf dem Weg zur Endstation im Bergpark Wilhelmshöhe. Die einstige Endstation (links im Bild) lag unterhalb des Herkules-Bauwerks. © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Endstation Herkules, damals bequemer Ausgangspunkt für Wanderungen im Habichtswald. © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Straßenbahnaustellung im Stadtmuseum Aus Alt mach’ Neu: Von 1903 bis 1966 fuhr die Herkulesbahn bereits vom Palmenbad zum Herkules. Ein altes Plakat zeigt die damaligen Preise in Pfennig. © Archivfoto/Repro: Lantelme
So war die alte Herkulesbahn
Wagen 5 mit altem Bügel © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Einfahrt zum Steinbruch, Druseltal © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
 © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Alte Zeiten, alte Kleidung © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Neu Holland einst © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Wagen 21, Bj. 1903, Crede; 8,12 m Länge, 42 Personen, hier beim Reichskriegertag 1936 © Archiv
Abzweig im Druseltal: An der Gaststätte Neuholland, die bis heute in Betrieb ist, bog die Straßenbahn in Richtung Herkules ab.
Abzweig im Druseltal: An der Gaststätte Neuholland, die bis heute in Betrieb ist, bog die Straßenbahn in Richtung Herkules ab. © 
So war die alte Herkulesbahn
Wagen 28, Bj: 1909, Herbrand; 9,57 m Länge, 33/44 Personen, Normalbesetzung und Ausnahmefälle © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Auf der Brücke an der Kohlenstraße © Archiv
Attraktive Endstation: Hier stiegen die Fahrgäste aus und gingen das letzte Stück zu Fuß.
Attraktive Endstation: Hier stiegen die Fahrgäste aus und gingen das letzte Stück zu Fuß. © 
So war die alte Herkulesbahn
 © Archiv
privat
Zeitreise: Letzte Fahrt der Herkulesbahn durch die Hugo-Preuß-Str. vorbei am Luisenhaus © Archiv
So war die alte Herkulesbahn
Herkulesbahn im Winterkleid. 1956 © Kurt Hohman/nh

Der Silberpin zum Anstecken, der eine Straßenbahn vor der Silhouette des Herkules zeigt, stammt aus der Werkstatt des Kasseler Goldschmieds Markus Heitkamp. „Schon jetzt sei der Besucheransturm enorm“, sagt er. Das werde sich mit der documenta und dem Stadtjubiläum 2013 noch verstärken. Da liege der Ausbau des Straßenbahnnetzes zum Herkules auf der Hand. „Die Idee ist einfach gut“, sagt Heitkamp. Deshalb unterstütze er die Initiative.

www.neue-herkulesbahn.de

Auch für Schwab sind die steigenden Besucherzahlen ein wichtiger Faktor. „Das documenta-Jahr, das Stadtjubiläum und der Hessentag 2013, zu dem mehr als eine Million Besucher erwartet werden, kommen erst noch“, erklärt er. Es sei fahrlässig, dieses Potenzial für den öffentlichen Personennahverkehr nicht zu nutzen. Schwab hofft, dass Pin und Plakat die Sympathien für die Herkulesbahn noch verstärken. Die Initiative ist als eines der Jubiläumsprojekte für die 1100-Jahr-Feier im kommenden Jahr ausgezeichnet worden. Am 27. April 2013, genau 110 Jahre nach der Jungfernfahrt der ersten Straßenbahn zum Herkules, plant der Förderverein eine zweiwöchige Jubiläumsausstellung im Kasseler Rathaus.

Der Verkauf des Plakats startet am Aschermittwoch ab 17 Uhr mit einer Signierstunde Rossmeisls in der Caricatura im Kulturbahnhof. Das Plakat ist für zwölf Euro zu haben, der Silber-Anstecker für 39,90 Euro. Fünf Euro des Verkaufspreises gehen jeweils als Spende an den Förderverein Neue Herkulesbahn. Der silberne Anstecker wird bei Juwelier Heitkamp, Obere Königstraße 41, erhältlich sein.

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