72 Quadratmeter große Videowand im Auestadion wird installiert

Stahlgerüst für die Videowand: Oberhalb der Südkurve des Auestadions werden seit gestern die 42 Monitore für den 72 Quadratmeter großen Bildschirm montiert. Foto:  Herzog

Kassel. Über der Südkurve des Kasseler Auestadions wächst eine der größten Videowände Deutschlands. Ein halbes Dutzend der insgesamt 42 Monitore ist bereits montiert. Sie alle zusammen sollen auf einer Fläche von 72 Quadratmetern ein gestochen scharfes Bild liefern.

Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung werde man satte Farben mit deutlichen Kontrasten sehen, verspricht die Hersteller-Firma Gundermann aus St. Leon-Rot (Baden-Württemberg).

„Die Anlage funktioniert wie ein riesiger Computer und wird aus der Sprechkabine des Stadions gesteuert“, sagt Rainer Benesch vom Kasseler Ingenieurbüro Döring, der die Arbeiten überwacht. Ende der Woche soll es einen ersten Probelauf geben. Ihre Feuertaufe hat die 400.000 Euro teure Videowand dann bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am 23. und 24. Juli. Später soll sie dann regelmäßig bei den Fußballspielen des KSV Hessen und bei Großveranstaltungen im Stadion zum Einsatz kommen.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat die Vorgaben für die Gestaltung der Videowand gemacht. Die Firma, die den Auftrag bekommen hat, ist Marktführer auf diesem Gebiet. Von der Rennrodelbahn in Oberhof über die Freilichtbühne der Bregenzer Festspiele am Bodensee bis zum Stadion des Bundesliga-Aufsteigers FC Augsburg reichen die Projekte der jüngeren Vergangenheit.

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Auch auf der Pressetribüne hat der Endspurt für die Leichtathletik-Meisterschaft begonnen. „120 Plätze für Medienvertreter fordert der Verband, wir werden 140 haben“, sagt Matthias Kolodziejczak vom städtischen Hochbauamt. Die Tische sind mobil und können nach den Meisterschaften eingelagert werden. Stromanschlüsse - falls der Akku des Laptops schlappmacht - gehören ebenso zur Ausstattung wie die drahtlose Internet-Verbindung. Je nach Bedarf kann der W-Lan-Zugang freigeschaltet werden. Alle Aufbauten und technischen Vorrichtungen sind so geplant, dass sie immer wieder genutzt werden können.

Fotos: Auestadion bekommt Videowand

Auestadion bekommt Videowand

„Wir hoffen natürlich, dass wir noch öfter Deutsche Meisterschaften und andere Großveranstaltungen im Auestadion austragen können“, sagt Gerhard Griesing, der stellvertretende Leiter des Sportamtes. Vom Diskusring über die Laufbahn  bis zur Weitsprunggrube seien alle Sportanlagen von Fachleuten des Verbandes überprüft worden.

Nach sechseinhalb Jahren und Investitionen in Höhe von 23 Millionen Euro für die Sanierung und den Ausbau ist das Auestadion bereit für großen Sport. ARD und ZDF werden übertragen, der größte Fernseher steht im Auestadion.

90 Prozent der Karten für die Leichtathletik-Meisterschaften sind verkauft. Wer sich noch ein Ticket sichern will, sollte sich beeilen. Vorverkauf beim HNA-Kartenservice, Mauerstraße 11, Kurfürsten-Galerie, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr.

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