Tausende waren unterwegs - Straßen rappelvoll

Quartierfest und Connichi: Parkplätze dicht im Vorderen Westen

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Beim Quartierfest am Samstagabend war die Friedrich-Ebert-Straße rappelvoll. 

Kassel. Ausnahmezustand in Kassel: Durch das Quartierfest und die Connichi war es im Vorderen Westen fast unmöglich einen Parkplatz zu bekommen. Die Straßen waren extrem voll.

Die Friedrich-Ebert-Straße in Kassel war am Samstag Dreh- und Angelpunkt beim Quartierfest im dicht besiedeltsten Stadtteil Kassels. Entsprechend war sie rappelvoll und der Parkraum knapp.

15.000 Gäste, so Schätzungen der Veranstalter, waren vom Quartierfest angelockt worden. Gleichzeitig fand in der Stadthalle die Manga-Messe Connichi statt. Und die zog 27.000 Fans – tausend mehr als im Vorjahr – aus dem In- und Ausland in den Westen.

Jede Menge Knöllchen am Samstag verteilt

Das Ergebnis neben vergnügten Gästen und einem Run auf die Lebensmittelgeschäfte am Bebelplatz: wildes Geparke im Stadtteil und den angrenzenden Bereichen. Eine Unmenge an Strafzetteln unter den Scheibenwischern von Autos mit auswärtigen Kennzeichen gab davon am Samstag Zeugnis ab.

„Die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung haben am Wochenende circa 550 Ordnungswidrigkeitsverfahren im Stadtteil eingeleitet“, sagte Stadtsprecher Claas Michaelis. Im Vergleich zu anderen Wochenenden sei das eine „hohe Zahl“. Die Parksituation sei problematisch gewesen. Neben Bußgeldverfahren seien zahlreiche mündliche Verwarnungen „ohne Erhebung eines Verwarngeldes ausgesprochen“ worden. „Keine Auffälligkeiten, lediglich ein höheres Verkehrsaufkommen“, bilanzierte die Polizei.

„Wir stellen uns ja schon jedes Jahr auf das Park-Chaos ein“, sagte ein Anwohner der Beckett-Anlage, „aber dieses Mal war es mit zwei Veranstaltungen unerträglich.“ Bis nach Wehlheiden machte sich der Parkdruck bemerkbar. „Die standen überall und haben sich zum Teil in ihren Autos umgezogen“, berichtete eine Anwohnerin der Virchow-Straße. Der Abschnitt zwischen Annastraße und Querallee war für Autos gesperrt. Nur die Bahnen fuhren, im kürzeren Takt als sonst. Bis die KVG um 20.30 Uhr die Reißleine zog und aus Sicherheitsgründen auf der Friedrich-Ebert-Straße den Bahnverkehr einstellte. Es gab kein Durchkommen mehr. 

Ortsvorsteher Steffen Müller (Grüne) fand den Samstagabend dennoch „sehr gelungen“: „Parkdruck gehört leider zu den Nebenerscheinungen von Groß-Events. Die sind immer auch anstrengend.“ Außer dem Appell, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen, könne man wenig machen. Ihm seien aber keine Beschwerden zu Ohren gekommen. Im Gegenteil habe er den Eindruck, „dass sich alle über die bunte Invasion“ gefreut haben. Sie habe ins Quartierfest gepasst. „Wir konnten einmal mehr zeigen, wie toll der Stadtteil ist.“

Malte Knigge vom Orga-Team sagt: „Nach internen Abstimmungen hatten wir uns für das Fest bewusst auf das zurückliegende Wochenende geeinigt.“ Für ihn sei das Konzept gut aufgegangen, dass die Manga-Messe zeitgleich stattfand und der Straßenabschnitt für Autos gesperrt wurde. „Alles verlief reibungslos. Die Zusammenarbeit mit Ordnungsamt, Polizei und KVG hätte nicht besser sein können.“

Die Besucher seien diszipliniert gewesen, am Abend habe kaum Müll auf den Straßen gelegen. Als um 23 Uhr Schluss war, seien alle nach Hause gegangen.

Die Geschäftsleute, die das Fest ausgerichtet haben, sind zufrieden. Die große Resonanz zeige, dass es einen Bedarf gebe, öffentliche Räume anders als mit dem Auto zu nutzen. Knigge: „Im nächsten Jahr wird es wieder ein Quartierfest geben.“

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