Rennräder für alle Wege sind das nächste ganz große Ding

Rad-Trends: Mit diesen Bikes macht alles noch mehr Spaß

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Zu Gast auf der Bike-Expo: Extremsportler Lutz Eichholz, hier unterwegs in Norwegen, fährt mit seinem Einrad auch über die Alpen.

Lastenräder für Familien, Leasing-Angebote und sportliche Gravel-Bikes für alle Wege - das sind die Trends der neuen Rad-Saison. Wir stellen sie vor der Bike-Expo in Kassel vor. 

Die Rad-Saison beginnt in Kassel seit mehr als zwei Jahrzehnten mit der Bike-Expo. Diesen Sonntag stellen Radhändler der Region und andere Unternehmer wieder in der Kasseler Stadthalle aus. Im vorigen Jahr informierten sich 2500 Besucher über neue Produkte. Wir stellen vorab die wichtigsten Trends dieser Saison vor.

Trend 1: Gravel-Bike

Das nächste ganz große Ding der Radbranche sieht aus wie ein Zwitter aus Rennrad und Crossmaschine. Gravel-Bikes sind „für alle interessant, die auf Teer und auch abseits asphaltierter Straßen fahren wollen, ob sportlich oder im Alltag“, sagt Jürgen Rademacher vom Kasseler Geschäft Bike Facts. Dank Scheibenbremsen können breitere Reifen montiert werden – bis zu 42 Millimeter statt 23 oder 25 bei Rennrädern mit Felgenbremsen. Mit denen rollt man gut auf Waldwegen und ist auch auf der Straße flott unterwegs.

Wer sich bislang nicht entscheiden konnte, ob er sich ein Rennrad oder Mountainbike zulegen sollte, für den ist ein Gravel-Bike eine passende Alternative. Gute Räder, die Spaß machen, gibt es laut Rademacher ab 1400 Euro.

Trend 2: Lastenrad

Wer in der Stadt lebt, braucht meist kein eigenes Auto mehr – aber dann fragt er sich beim Großeinkauf, wie er die Getränkekisten nach Hause bekommen soll. Dafür gibt es das Lastenrad, mit dem man alles transportieren kann. In flachen Metropolen wie Berlin oder Hamburg gehören sie längst zum Alltag. In einer hügeligen Stadt wie Kassel überlegt man es sich aber zweimal, den Nachwuchs damit in die Kita zu bringen.

Rademacher empfiehlt darum statt einem normalen Lastenrad (ab 2400 Euro) die E-Bike-Variante (ab 4000 Euro). Die Baunataler Firma Pedalwerk liefert ihre normalen Fahrräder sogar mit einem solchen Lastenrad aus.

Trend 3: Leasing

Unternehmen wissen mittlerweile zu schätzen, wenn ihre Mitarbeiter mit dem Rad zum Job kommen. Laut Studien sind die radelnden Pendler zufriedener und fallen seltener aus als die Kollegen, die mit dem Auto kommen. Darum unterstützen immer mehr Firmen Diensträder.

Besonders beliebt ist das Leasing. Dabei zahlt der Arbeitgeber die monatlichen Raten, die er als Betriebsausgaben geltend machen kann. So spart er Steuern. Für den Arbeitnehmer reduziert sich der Anschaffungspreis um bis zu 40 Prozent, wie die Uslarer Firma Bikeleasing-Service vorrechnet, die ebenfalls auf der Bike-Expo ausstellt.

Trend 4: Abenteuer

Radfahren ist nicht nur günstig, sondern kann auch ein großes Abenteuer sein. Das zeigt auf der Expo der Extremsportler Lutz Eichholz. Der 31-Jährige aus Kaiserslautern fährt mit seinem Einrad dort, wo andere nicht mal zu Fuß hinkommen – unter anderem über die Alpen und durch die Sahara. Auf Instagram dokumentieren Filmchen, wie der sechsfache Guinness-Weltrekordhalter auf Geländern balanciert und sich von Klippen hinabstürzt. Radeln, wie Eichholz es macht, ist ziemlich abgefahren.

Sonntag, 18. Februar, 11 bis 17 Uhr, Stadthalle Kassel. Eintritt: drei Euro. Jeder Besucher erhält einen Gutschein über fünf Euro, der bei den teilnehmenden Händlern ab einem Warenwert von 15 Euro eingelöst werden kann. Den ganzen Tag über gibt es Vorträge. Um 12 Uhr findet die Siegerehrung der Bike Challenge Nordhessen statt, bei der 2017 mehr als 800 Teilnehmer mit dem Rad zur Arbeit gefahren sind. Alle Infos zur Bike-Expo gibt es hier.

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