Stadt und MHK haben sich noch nicht geeinigt

Noch keine Lösung: Radeln in der Karlsaue ist immer noch illegal

+
Nur hier ist es erlaubt: Auf dem Weg „An der Karlsaue“ darf Rad gefahren werden. Der Rest der Karlsaue ist laut Parkordnung tabu.

Kassel. Ruth und Uwe Schmidt fahren gern Rad. Auch durch die Karlsaue. Kürzlich wurde dem Paar von einem Parkwächter freundlich, aber bestimmt untersagt, die Fahrt fortzusetzen. Denn laut Parkordnung ist das Radfahren in der barocken Parkanlage verboten.

Allerdings erinnerten sich die Schmidts daran, dass Stadtbaurat Christoph Nolda (Grüne) vor zwei Jahren - nach der documenta 13 - angekündigt hatte, innerhalb von vier Wochen mit der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) über die Legalisierung des Radfahrens in der Karlsaue zu sprechen. Er habe das Ziel, so Nolda im September 2012, das Radwegenetz in der Stadt an dieser Stelle zu schließen. Wenn im Sommer 2013 das Kombibad an der Fulda eröffnet werde, sei es besonders wichtig, dass die Karlsaue zumindest an einer Stelle von Radfahrern gequert werden dürfe, sagte Nolda damals.

Die Eröffnung des Auebads liegt mittlerweile über ein Jahr zurück. Das Radfahren in der Karlsaue ist immer noch nicht legal.

„Es gibt keine neuen Absprachen“, sagt MHK-Sprecherin Lena Pralle auf Anfrage der HNA. Das Radfahren sei nur am Rande der Karlsaue - auf dem gepflasterten Weg zwischen Südstadt und Marmorbad - gestattet. Die Mitarbeiter der Parkaufsicht seien regelmäßig unterwegs, um die Radfahrer daraufhinzuweisen. Es gehe auch um den Schutz der Fußgänger.

Bei der Stadt Kassel scheint man das Thema allerdings nicht ganz aus den Augen verloren zu haben. Stadtbaurat Nolda habe mit der MHK vereinbart, nach der Sommerpause ein Gespräch zum Radfahren in der Karlsaue zu führen, sagt Sprecherin Petra Bohnenkamp.

Die Parkordnung war während der documenta 13 vor zwei Jahren für 100 Tage quasi ausgesetzt worden. Damals hatte die Parkaufsicht auch beide Augen zugedrückt, wenn Gäste der Ausstellung die Karlsaue mit dem Fahrrad durchquerten.

Daraufhin hatte es bereits während der d 13 Stimmen (unter anderen von Grünen, Piraten und dem Verkehrsclub Deutschland) gegeben, die eine freie Fahrt für Radler durch die Karlsaue auch nach der Kunstschau forderten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.