Großer Andrang bei tollem Wetter

15.000 Radler und Inlineskater beim Sattelfest

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Vor dem Start am Landhaus Meister: Felicitas und Patricia (beide 12, von links) und ihr Bruder Samuel (14, Söhrewald).

Kreis Kassel. Das Sattelfest ist so beliebt wie eh und je. Im vorigen Jahr ausgefallen, zählten die Veranstalter diesmal 15.000 Radler und Inliner auf der autofreien B3.

Die Sonne lacht vom Himmel, ein lauer Fahrtwind weht um die Nase und kein einziges Auto weit und breit. Schöner hätte der Tag für die rund 15.000 Freizeitsportler gar nicht sein können.

Beim Sattelfest des Kasseler Regierungspräsidiums konnten sich Radfahrer und Inlineskater mal so richtig austoben. Denn die malerische Fuldastrecke von Kassel-Wolfsanger bis nach Hann. Münden war über zehn Stunden für Autofahrer gesperrt.

Dick bepackt mit Reiseproviant hatten sich bereits um zehn Uhr morgens Hunderte Freizeitsportler am Landhaus Meister eingefunden. Während die einen auf ihren Rennrädern im professionellen Radsportoutfit auf den Startschuss warteten, hatten sich andere noch schnell ein Konrad ausgeliehen oder schnallten sich die Inlineskates unter die Füße. Auch die Zwillinge Felicitas und Patricia (beide 12) waren mit ihrem Bruder Samuel (14) zum Startpunkt gekommen. Ihre Mutter Michaela Maar hatte sie mit dem Auto von Söhrewald bis zum Landhaus Meister gefahren. „Hier kann ich die Kinder ohne Bedenken mit dem Rad fahren lassen. Schließlich ist die Straße ja autofrei“, sagte Maar.

Sattelfest: Von Kassel nach Hann. Münden

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Auf der rund 24 Kilometer langen Strecke warteten auf die Radler nach dem Start in Wolfsanger vier Etappenpunkte auf der Strecke, an denen sie sich unter anderem mit Bratwurst, Waffeln und kühlen Getränken stärken konnten. In Wilhelmshausen gab es für die Gäste ein buntes Unterhaltungsprogramm. So zeigten beispielsweise die Mitglieder des Kinder-Zumba vom Fitness-Club Multipoint in Espenau flotte Tanzschritte. Im Zelt des Zirkus „Zirkutopia“ konnten sich die Jüngsten beim Hula-Hoop austoben oder lernten, zu jonglieren.

Viele Radler hatten auch Picknickdecken eingepackt und nutzten die grünen Wiesen fernab vom Trubel an den Etappenpunkten für einen Zwischenstopp mit Blick auf das glitzernde Wasser.

Ilka Büttner aus Hann. Münden fuhr die autofreie Strecke über die Bundesstraße gleich zwei Mal. „Heute morgen bin ich mit meinem Mann und meinem Sohn mit dem Rad bis Wilhelmshausen gefahren.“ Danach holte sie Tochter Celine ab und sie schnallten sich Inliner unter die Füße.

Seit Sonntag 18 Uhr müssen sich Radfahrer nun wieder die Strecke an der Fulda mit den Autos teilen.

Von Carolin Hartung

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