Diskussion auf HNA.de über Fahrradbewegung Critical Mass

Diskussionen über "Critical Mass": Radler als Störenfriede im Autoverkehr?

Rollten gestern in großer Runde über Kassels Straßen: Etwa 400 Teilnehmer waren bei der Veranstaltung „Critical Mass“ dabei. Foto: Fischer

Kassel. Jeden letzten Freitag im Monat und so auch gestern Abend traten Hunderte Radfahrer in Kassel gemeinsam in die Pedale. Critical Mass (kritische Masse) nennt sich die Bewegung, die dem Rad zu mehr Beachtung verhelfen will. In Kassel liegt der Anteil des Radverkehrs bei nur sieben Prozent.

Unsere Berichterstattung über die Rundfahrt und das Ansinnen der Teilnehmer wurde auf HNA.de mehr als 150-mal kommentiert. Einige Auszüge:

„Radfahrer wurden in Kassel schon immer als Störenfriede des Autoverkehrs empfunden und nicht nur an den Rand der Straße gequetscht. Es ist schon traurig, dass es erst eine Bewegung von unten geben muss, um auf die Missstände in Kassel hinzuweisen. Warum werden nicht mehr Straßen als Radstraßen ausgewiesen (Königstor, Auedamm z. B.)? Wo bleiben die Schutzstreifen auf den Straßen?“, fragt ein Leser unter dem Pseudonym Ersteramberg.

„Ich bin auch dafür, dass Radfahrer mehr Rechte bekommen müssen. Am meisten liegt mir daran, dass es zur Pflicht wird, an Fahrrädern Kennzeichen anzubringen und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Dann würde es weniger Radfahrer-Kriminalität auf Deutschlands Straßen geben“, ist KlausDieterFranz überzeugt.

„Mit welchem Recht fordern Radfahrer mehr Rechte? Sie sollen erst mal ein Minimum an Verkehrsregeln beachten, das würde dann auch der eigenen Sicherheit dienen“, schreibt Rhodan.

Django ist der Meinung: „Wenn man mal das (Fehl-) Verhalten der Auto- und Radfahrer außer Acht lässt, da dies wohl kaum objektiv diskutierbar ist, fällt einfach auf, dass die Verkehrsplanung in Kassel insgesamt extrem schlecht ist. Egal, ob man im Auto oder auf dem Drahtesel sitzt, man kommt (mit legaler Fahrweise) kaum voran. Überall Staus und Nadelöhre.“

„Alle sollten sich an den schwächsten Verkehrsteilnehmern, den Fußgängern - insbesondere Kindern - orientieren! Gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung der Verkehrsregeln sollten für alle nicht nur eine Absicht und die Forderung an andere sein, sondern das tägliche Handeln eines jeden Verkehrsteilnehmers, mit und ohne Fahrzeug, schreibt LeserK. (abe)

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